Gesundheit

20150216_143846 (2)In den frühen Morgenstunden wachte ich mit total ätzenden Kopfschmerzen auf und war einfach dankbar, dass ich Medikamente habe, die da Abhilfe schaffen. Ich gehöre eigentlich zu den Menschen, die eigentlich meinen, dass Signale des Körpers ernst genommen werden müssen und eigentlich Ruhe und viel trinken gut tut. Aber das Leben ist nicht immer so, dass das geht und seitdem ich Kinder habe bin ich noch dankbarer, dass es Medizin gibt, die Symptome lindert und ich dadurch das machen kann, was gemacht werden muss. Aber ich bin noch dankbarer, dass mein Körper fast jeden Morgen einfach alle Sachen macht, die getan werden müssen, damit mein Leben funktioniert. Das sind 1000de von kleinen großen komplexen Vorgängen, für die ich mich nicht entscheiden muss, die ich nicht einschalten muss, die ich nicht bitten muss, sondern die ich gar nicht überblicke und die funktionieren ohne Pause. Das ist so wunderbar und dafür bin ich dankbar, denn irgendwann werde ich vielleicht sehr krank, auf jeden Fall alt und ich möchte jetzt bewusst wahrnehmen und würdigen was mein Körper leistet.

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wertvolle Zeit

Als Familie fröhlich und unbeschwert zusammen sein, das ist Qualitätszeit, wertvolle Zeit. Und ich hätte euch heute gerne all die Fotos gezeigt von all den lachenden Mamas, Papas und Kindern, die meine Freundin geschossen hat und die ich gerade durchgeklickt habe. Miteinander lachen so schön, so befreiend… auf jedem Bild kam das zum Ausdruck. Wunderschön. Und so bin ich dankbar für diesen fröhlichen Nachmittag, der den Abschluss unseres Ehe-und Familienwochenendes bildete. Das ganze Wochenende haben viele Eltern und Paare gute und wertvolle Impulse gehört für ihre Beziehung, fürs Familienleben und es war voll schön den Abschluss mit viel Lachen zu machen – Eltern und Kinder miteinander. Arno und Hanna Backhaus, die für die Inhalte an diesem Wochenende gesorgt haben sind 2 wunderbare Menschen, denen man gerne zuhört, von denen man gerne lernt. Und das macht mich heute sehr dankbar. Und auch die unsagbar vielen Mitarbeiter, die ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben, damit das in diesem Rahmen möglich war. Und ich dachte beim Durchzählen meiner Liste von Menschen, die geholfen haben, das war so Mitarbeiter intensiv, dass ich echt berührt bin über so viele Helfer, die kein Aufhebens um ihre Hilfe machen, denen niemand groß die Hand schüttelt, deren Namen nirgendwo im Einzelnen genannt werden, obwohl jeder von ihnen einen fetten Applaus verdient hat. „Ich bin dankbar für euch alle und kann das sicher auch im Namen des Vorbereitungsteams sagen. Ihr seid Spitze und nur mit euch sind solche Aktionen möglich.“ Und nur weil meine Kinder seid 1 1/2 h schlafen und es äußerlich und innerlich ruhiger wird, rufe ich jetzt schon: „Wie cool war das denn, das machen wir auf jeden Fall wieder.“ IMG_2247 (2)

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wählen

20150214_172036 (2) 20150214_171936 (3) Das war genau unsere Art von Valentinstag. Gemeinsam mit einem Team eine Aktion planen und durchführen. Und ich mag es so mit meinem Mann zusammenzuarbeiten. Denn da merke ich, was mir manchmal in den Routinen des Alltags verloren geht: wir denken ganz unterschiedlich, aber wir haben dieselben Werte. Wir finden ganz unterschiedliche Sachen problematisch, aber zusammen bekommen wir es hin und wir  fühlen so anders, aber unser Herz schlägt für dieselbe Sache. Und auf den Tischen für das Candlelightdinner, das wir mit anderen für 25 Paare ausgerichtet hatten stand der Spruch, den ich so mag : Wähle wen du liebst und dann liebe wen du gewählt hast. Und dafür bin ich heute besonders dankbar, dass ich liebe wen ich gewählt habe.20150214_171953 (2)

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Kinderkonzert

Grundsätzlich sympathisiere ich mit Menschen, die gut mit Kindern umgehen können, die da ihre Begabung haben auf Augenhöhe mit ihnen zu gehen. Und deshalb bin ich heute sehr dankbar für das Kinderkonzert. Mike Müllerbauer hat mit seinem Kollegen Andi Domcic ein super Konzert gegeben. Und ich bin dankbar für die tolle Musik, für viele gute Texte, für die Unterhaltung…meinen Kindern hat es sehr gefallen und sie wollen, dass er nächste Woche gleich wieder auftritt. Aber am dankbarsten war ich heute für die Worte, die Mike Müllerbauer an das Vorbereitungsteam gerichtet hat. Er ist auf vielen Bühnen unterwegs, verkauft CDs und bekommt sicherlich sehr viel positives Feedback und er ist in seiner ganzen Art so echt, so nahbar, so bodenständig. Ein superschöner Spätnachmittag, für den ich sehr dankbar bin.P1090972 (2)

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Freizeitgestaltung

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Toller Spruch von Pinterest.

Jedes Jahr gibt es einen Tag im Jahr an dem ich nicht gerne in der Innenstadt einer Kleinstadt wohne. Dann sitze ich mit meinen Kindern, die echt Angst haben in der Wohnung fest. Denn draußen hört man Trommeln, laufen gruselig verkleidete Leute herum, die Hexen an Karneval. Und heute Abend schlafen die Großen in Mamas und Papas Bett, weil das ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, denn der Umzug hatte Lust um 19.30 Uhr noch immer unterwegs zu sein. Aber ich hatte einen ziemlich blöden Tag, mit ziemlich blöden Gedanken bezüglich meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten. Heute fand ich alle doof und dachte mir, wieso sag ich bei regelmäßigen und unregelmäßigen Aufgaben zu, wo ich doch meinen Alltag sowieso oft schon so unruhig finde und ich zu den Müttern gehöre, die Zeit für sich brauchen, uneffektive Zeit, leere Zeit, sinnlose Zeit, die ihren Sinn darin hat nichts tun zu müssen. Und davon gibt es sowieso schon zu wenig und dann verbringe ich Abende mit irgendwelchen Telefonaten, mit Vorbereitungen…dann nerv ich mich selber. Und dann kam mir aber der rettende Gedanke, der mich heute Abend vor dem Frust rettet. Ich habe bestimmte Werte und Überzeugungen, die mir durchs Leben helfen, die mich auf der Spur bleiben lassen, die mir Halt geben und die mir Freude bringen. Und ich mache nur bei Dingen mit, die ein Ziel verfolgen und wo ich glaube, dass sie anderen durchs Leben helfen, dass sie sie auf der Spur bleiben lassen, dass sie Halt geben und Freude bringen. Meine Aufgaben, die ich in den verschiedenen Teams habe, machen für mich Sinn. Ich darf Teil eines großen Ganzen sein und nach den Veranstaltungen ist der Frust und die zusätzlichen Aufgaben meistens schnell wieder vergessen. Dann rufen wir (ich habe mehrere emotionale und begeisterungsfähige Freundinnen um mich): „Wie cool war das denn, das machen wir auf jeden Fall wieder!“ Denn auch wenn es anstrengend ist und aufwendig und nicht permanent Spaß macht, macht es Sinn und dafür bin ich dankbar.

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Kratzer

Meine Kleinste kämpft um meinen Schoss, um Süßigkeiten, die sie noch nicht essen soll, um Aufmerksamkeit. Dazu setzt sie unterschiedliche Mittel ein: an den Haaren der Schwestern ziehen, kratzen, schubsen… Meine Große läuft im Moment mit 2 Kratzern unter den Augen herum. Ich arbeite natürlich an alternativen Formen zur Zielerreichung… Heute wurde ich gefragt, wie meine Großen darauf reagieren. Und das ließ mich nachdenklich werden. Sie reagieren gnädig. „Mama, sie ist doch noch klein.“ „Mama, sie macht das nicht mit Absicht.“ „Mama, sie weiß nicht wie weh das tut.“ P1090935 (2)Sie unterstellen ihr absolut keine bösen Motive. Ihr Verhalten macht mich nachdenklich und dafür bin ich heute dankbar. Ich war schon des Öfteren gekränkt, weil jemand eine Randbemerkung machte. Und die Kränkung kommt, wenn ich es bis zum Schluss reflektiere, weil ich nicht das Gute von der Person annehme, sondern glaube, die mag mich nicht, die hat was gegen mich, das war Absicht… und schon bin ich in einem inneren Konflikt, weil ich nicht gnädig, dem Verhalten meines Gegenübers, bin. Vielleicht hatte sie nur einen schlechten Tag und ihr Tonfall war schärfer als beabsichtigt. Vielleicht macht sie sich über irgendetwas Sorgen und ist deshalb nicht ganz anwesend im Gespräch. Vielleicht ist ihr einfach im Chaos des Lebens was dazwischen gekommen und deshalb hat sie sich bis jetzt noch nicht wieder gemeldet. Es gibt so viele Alltagssituationen, die man persönlich nehmen kann oder aber ich unterstelle der Randbemerkung keine böse Absicht, wittere hinter dem etwas schärfer ausgefallenen Tonfall keinen Angriff und interpretiere in den noch nicht stattgefundenen Rückruf kein Desinteresse…und so haben die kleinen Kratzer keine Chance zu Verletzungen zu werden.

Die Idee die Pflaster zu bekleben habe ich hier gefunden: https://craftandcreativity.com/blog/2012/01/29/bandaid/

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auf Augenhöhe

P1090869 (2)Mit meiner Mittleren stehe ich im Kindergartenflur an ihrem Kleiderhaken, die Jacke hängt schon, die Stiefel müssen noch aus. Ich rede leise und beschwichtigend auf sie ein, denn sie weint. Heute will sie nicht, weil eine Theatergruppe in den Kindergarten kommt, die ihren Raum zur Bühne verwandeln und das findet sie schon toll, aber in dieser Zeit müssen alle Kinder in die andere Gruppe. Das mag sie nicht. „Ich will in meinen Kindergartenraum mit meinen Erzieherinnen.“ Das hat sie mir schon zu Hause erklärt. Ich allerdings glaube, dass sie Freude an dieser besonderen Aktion hat und das die Unsicherheit über die veränderten Abläufe schnell verflogen ist. Ich stehe da, sie steht da, wir stehen Beide und jetzt? Aus der anderen Gruppe kommt ihre Erzieherin, sie erfasst die Situation, ich sage nur kurz, dass meine Tochter sich unsicher fühlt. Die Erzieherin geht in die Knie, setzt sich neben mein stehendes Kind, nimmt ihre Hand, geht auf Augenhöhe. Sie geht auf ihre Unsicherheit ein, findet die passenden Worte. „Sollen wir mal in unseren Raum schauen, was sich schon verändert hat?“ Meine Tochter lässt meine Hand los, gibt mir einen Kuss, ich kann beruhigt gehen…Ich bin sehr dankbar heute für diese Hilfe in dieser Situation. Kein Überreden, kein Drängen, kein Wegschleichen… Meine Tochter hat Vertrauen in ihre Erzieherin und ich auch. Dafür bin ich dankbar.

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Wasser

 

Ich liebe DocMartens Schuhe und ich hätte so gerne noch die goldene Halbstiefelimage1xxl (2) und die roten Stiefel. Wenn wir im Sommer mit unserm VW Bus wieder in den Urlaub fahren, hätte ich so gerne mein komplettes Geschirr aus der Rice-Kollektion. web15Ich stelle mir das so schön vor in der Sonne an einem bunt gedeckten Tisch zu sitzen…16266601_ml Und wir waren im letzten Sommer mit unserem VW Bus bis nach Portugal untercoralcompact_480wegs und es war echt schön, aber ich hätte so gerne ein Wohnmobil, ein bisschen mehr Komfort. Meine Mittlere will unbedingt in den Urlaub fliegen, das deckt sich mit meinem Wunsch endlich meine anreise-flugzeug (2)Schwester in den USA mal wieder zu besuchen. Das letzte Mal ist zu lange her. Und weil wir beide mittlerweile 3 Kinder haben, hätte ich dort gerne für 3-4 Wochen eine schöne Unterkunft. Meine Große möchte gerne reiten lernen, nein, eigentlich will sie ein Pferd. Und ich find das grundsätzlich voll gut, der Umgang mit Tieren und ich reite auch gerne… Ich habe jeden Tag Zugang zu sauberem Wasser zum Trinken, zum Duschen, zum Putzen, zum Waschen… dafür bin ich dankbar, das will ich wertschätzen, denn für manche ist das ein immer noch unerfüllter Wunsch.Lissy  Trinkwasser (2)

“ bei einer Weltbevölkerung von rund 6,9 Milliarden, ist das Wasser in vielen Teilen der Welt bereits knapp und teilweise erheblich verschmutzt. Rund 1,1 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, 2,6 Milliarden müssen ohne angemessene sanitäre Anlagen auskommen und 1,8 Millionen Menschen sterben jährlich an wasserbedingten Krankheiten (WHO und UNICEF 2011).“

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Familie

Mein Mann war mit unseren 2 Töchtern über Nacht weg, eine Aufgabe mit einer Vater-Tochter-Aktion verbinden. Manchmal geht so etwas. Nach einer ruhigen Nacht freute ich mich auf einen entspannten Morgen mit meiner Kleinsten. Nachdem diese aufgewacht war, ihr Milchfläschchen getrunken und ihr Brot gegessen hatte, schien ihr aufzufallen, dass wir beide nicht alles sein können. Und damit fiel mein entspannter Vormittag aus. Denn ab jetzt lief sie ständig zur Wohnungstür, quengelte so lange bis ich diese öffnete, nahm meinen Schuh, holte auch ihre und rief verschiedenste Laute die Treppe runter. Sie vermisste ihre Schwestern. Ich wollte sie ablenken und alles. Sie blieb konsequent und nach dem 8.mal Türspiel rief ich meinen Mann an, der daraufhin mit den 2 Großen kam. Das Hallo hätte ich filmen sollen. Es war so süß wie die 3 sich begrüßt haben. Und das macht mich dankbar – wir sind nicht immer einer Meinung, manchmal finden meine Kinder mich doof und ich meine Kinder anstrengend, manchmal fühle ich mich hilflos und meine Kinder sich ungerecht behandelt, aber wir lieben uns, vermissen einander und halten zusammen, weil wir eine Familie sind. Und dafür bin ich heute dankbar.P1090864 (2)

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großzügig

In der zurückliegenden Woche habe ich so viel Großzügigkeit erlebt, 20150202_115517 (2)dass ich das, was mir am meisten imponiert hat gesammelt habe um einen Sammeldank zu hinterlassen. 50 Jugendliche und junge Erwachsene in einer riesen WG – die möchten es gerne etwas gemütlich haben, haben Hunger, brauchen ihre Körperhygieneroutine… Und deshalb bin ich sehr dankbar, dass das Kaufhaus in dem wir wohnen uns umsonst Dekomaterial ausgeliehen hat, mit Hilfe dessen P1090766 (2)wir einen multifunktionalen Raum in eine Art Wohnzimmer umwandeln konnten. Hat jeden Tag eine andere Person für 50 Leute gekocht – freiwillig -. Gab es  jeden Tag selbstgebackene Kuchen, die von Leuten zu Hause gebacken und dann zu uns gebracht wurden. Hat das Ehepaar, P1090787 (2)das auf demselben Gelände wohnt ihre Dusche zur Verfügung gestellt (es sind auch einige zum Duschen heim, also nicht 50 Leute = 1 Dusche). Hing die Treppen entlang für jeden Teilnehmer ein Papiertütenbriefkasten, der von anderen großzügig mit lieben Worten, Ermutigungen und wertschätzenden Worten gefüllt wurde.P1090846 (2) So viel Großzügigkeit in unserer Zeit! Zeit teilen, Essen teilen, Worte teilen, in junge Menschen investieren…dafür bin ich sehr dankbar!!!  P1090854 (2)

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Stempel

Das Haus in dem wir sonntags Gottesdienst feiern wurde in dieser Woche zur riesen WG. 50 Jugendliche und junge Erwachsene teilten das Leben miteinander mit wenig Platz und viel Spaß. Und ich war immer wieder mit meinen Kindern nachmittags mit dabei, weil ich diese moveWeeks total mag. Ich mag das Zusammensein, mal ganz locker, mal werden die Gespräche tiefer und ich lerne so viel dazu. Heute sagte ich zu jemandem:“ Also, was ich hier so alles entdecke, da fühl ich mich schon richtig alt, so wenig Ahnung wie ich hab.“ Die trockene Antwort meines Gegenüber: „Naja, das bist du doch auch.“ P1090805 (2)Und in dieser Woche fragte mich eines der Mädchen, die ein Referat vorbereiten muss zum Thema: gewaltfreie Erziehung. Und wir redeten in größerer Runde und ein junger Mann macht mich dankbar. Bis heute und morgen auch noch usw. Er erzählte von seiner Kindheit, die alles andere als behütet war, von seinem Erleben, seinen Erfahrungen…und solche erlebten Geschichten zu hören machen mich eigentlich traurig. Aber er ist ein gestandener junger Mann, mit Ausbildung, schon lange in einer festen Beziehung, der vieles zu Hause schwierig fand, aber kein Hass oder ähnliches empfindet. Der Eigenverantwortung für sein Leben übernimmt und der mit Sicherheit sein früheres Prägungspaket mit sich trägt, aber sich nicht daran kaputtschleppt. Der mit dem Stempel, den er als Kind bekommen hat, nicht weiterstempelt, sondern das Motiv ausgetauscht hat. Und dieser junge Mann mit seiner Geschichte macht mich dankbar, weil er mir Hoffnung macht…

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Stille

Meine Kinder versorgt in guten Händen und ich konnte ein Angebot unserer Gemeinde (Kirche) wahrnehmen. Ein Raum um zu beten, schön gestaltet mit vielen Anregungen. Für mich wurde er zum Raum der Stille. Der Teppich in diesem Raum ist so wunderbar dick, dass er viele Geräusche zu schlucken scheint und es war so wunderbar still. Und wenn es still ist werden auch meine Gedanken leiser. Wenn es still ist verlangsamt sich mein Herzschlag. P1090841 (2)Wenn es still ist verstummen die Stimmen in mir. Und ich komme vor Gott zur Ruhe. Und es ist tatsächlich so, dass äußere Formen eine innere Wirklichkeit in mir schaffen. Und so bin ich heute dankbar für diese Stunde der Stille, die in ihrer äußeren Form eine wunderbare Wirklichkeit in mir geschaffen hat: Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin. (die Bibel, Psalm 46,11)

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kostbar

P1090817 (2)Meine Große kommt heute begeistert von einem Kindergeburtstag zurück, sie haben gespielt, getanzt, eine Maske gebastelt und jeder durfte sich verkleiden. Ihre Augen stahlen. Und wenn mich eines glücklich und dankbar macht, dann die strahlenden Augen, die begeisternden Blicke meiner Kinder. Wenn sie sich beim Sprechen verhaspeln, weil sie gar nicht so schnell die Worte finden für das Tolle, was sie erlebt haben. Wenn sie herumhopsen, weil sie ihrer Freude mehr Ausdruck geben wollen. Wenn sie wild gestikulieren, damit ich besser verstehe, was sie mir sagen wollen. Ich liebe diese Momente und ich speichere, hüte und bewahre sie in meinem Kopfkino und in meinem Herzen, um sie abzurufen, mich zu erinnern… immer dann, wenn ich es brauche, denn strahlende Kinderaugen sind so kostbar.

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Frühling?

P1090757Auf meinem Balkon habe ich heute Morgen diesen Blütenansatz entdeckt. Wie cool ist das denn? Kommt bald der Frühling? Ich freu mich nämlich so auf ihn, auf die wärmende Sonne, mehr draußen sein und viele, viele neue Blüten. Und so Frühlingsboten lösen in mir jedes Jahr so eine Vorfreude aus, ja, ein Gefühl von Hoffnung. Das fand ich heute Morgen so schön, weil ich am Sorgen-Gedanken wälzen war. Das bringt mich natürlich nicht weiter, aber ich kann damit auch nicht einfach aufhören und die Blüte hat das irgendwie gestoppt. Meine Sorgen-Gedanken haben soviel damit zu tun, wie ich geprägt bin, mit meiner Typologie, meinem Charakter und wie ich die Dinge bewerte. Und ich werde nie ganz anders sein, aber ich kann lernen damit umzugehen. Auch die Probleme von heute Morgen lösen sich nicht in Wohlgefallen auf, aber ich werde lernen damit umzugehen und das hat mir heute Hoffnung gemacht, für die ich dankbar bin. b4ee84e787d7b38ef3ee2534f7633010

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freiwillig

P1090725 (2)Von meiner Freundin habe ich Riesenstempel ausgeliehen und meine Große beobachtet, wie ich diese nach dem Gebrauch reinige. Meine Freundin hat mir dafür eine Lösung zum Reinigen mitgegeben. „Warum machst du die sauber?“ fragt meine Große. “ Weil meine Freundin mich darum gebeten hat und ich ihr die Stempel ordentlich zurückgeben will.“ „Gell, du willst ihr folgen?“ Ich gucke meine Große verständnislos an, denn >folgen< ist kein Wort, das in meinem routinierten Sprachgebrauch vorkommt. „Was meinst du damit?“ will ich wissen. „Naja, du hast sie lieb und deshalb willst du die Sachen gern so machen wie sie das gern hat.“ Ich bejahe ihre Aussage und sie geht. Kurze Zeit später kommt sie zurück: “ Das ist wie bei dir und Gott. Du willst das machen, was er gerne hat, weil du ihn lieb hast.“ Verblüfft bleibe ich zurück und dankbar, weil sie eine Sache verstanden hat, die mir so wichtig ist. Dass ich aus Liebe glaube. Nicht, weil ich muss, weil mich irgendjemand überredet hat, weil ich vor irgendetwas Angst habe, weil ich gezwungen werde. Sondern, weil ich glaube, dass Gott wirklich existiert und erlebe, dass diese Beziehung zwischen ihm und mir Realität ist. Mein Glaube ist  zwanglos, freiwillig, angstfrei. Ich glaube so gerne an Gott, auch wenn ich mein Leben dadurch nicht als leichter empfinde, als zwanglos oder gar angstfrei, aber für mich macht es mehr Sinn, hat an Wert gewonnen. Und dafür bin ich dankbar.

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Entscheidung

P1090727 (2)Meine Mittlere hat die Hände in die Seiten gestützt, guckt mich böse an und sagt: „Ich will nicht mitgehen.“ Mein Mann geht in den Gottesdienst, die Große wieder kränklich und ich habe Gliederschmerzen, dumpfen Kopf… Sie soll mit. Ich will das. Weil ich weiß, dass es ihr gut gefällt- das Kinderprogramm, ihre Freundinnen zu treffen. Schon der gestrige Tag war so ganz ohne Input und das merke ich ihr an. Aber ihre Vehemenz macht mich unsicher und vielleicht kann sie doch einfach bleiben. Aber ich weiß, dass es ihr bald langweilig wird mit zwei Durchhängern daheim. Und ich muss nochmal ins Bett. Sie geht mit. Ich entscheide. Die Tür schließt sich und statt Friede kommen meine Gedanken. Mal wieder viel zu laut, mal wieder viel zu anklagend. Ist so viel Dominanz notwendig? Du hast über ihren Kopf weg entschieden? Sie kann doch zu Hause bleiben. Vielleicht denkt sie jetzt sie ist unerwünscht und das könnte vielleicht Auswirkungen haben in ihr späteres Leben. Später geht die Tür auf, meine Mittlere kommt wieder. Fröhlich, sie hat ein Bild für mich gemalt. Und wie wars? meine bange Frage. „Schön natürlich“, antwortet sie. „Es gab sogar Wurst zum Essen.“ Ich bin total dankbar, dass sie so viel Spaß hatte, dass diese Entscheidung die richtige war. Heute. Und Morgen? Werde ich da auch die richtigen Entscheidungen treffen? Wie lange kann ich mich gut genug in mein Kind hineindenken und -fühlen? Was ist wenn meine Entscheidungen die falschen sind und es gibt so viele zu treffen. Und irgendwann darf ich nicht mehr Entscheidungen für sie treffen, muss sie selber entscheiden und Konsequenzen erfahren lassen. Auch wenn ich glaube, dass sie eine falsche Entscheidung trifft. Und wenn es soweit ist und sie einmal eine Entscheidung trifft, die ihr später leid tut, will ich mich an meine eigene Unsicherheit erinnern, sie in meine Arme nehmen und nicht sagen: Siehste, hab ich doch gleich gesagt, dass das keine gute Idee war.

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Alter unwichtig

Heute Morgen war ich zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen und auf dem Nachhauseweg hing ich meinen Gedanken nach. Und erinnerte mich, dass es für mich früher (14/15 Jahre) so wichtig war, wie alt jemand war. In dieser Zeitspanne war die Frage nach: Wie heisst du?- Wie alt bist du. Keine Ahnung, das war irgendwie voll wichtig für mich und entscheidend dafür,P1090718 (2) ob das Gespräch an Länge gewann. Heute bin ich dankbar, dass mein Leben durch Freunde bereichert wird und es nicht mehr wichtig ist, wie alt sie sind oder in welcher Lebenssituation. Ich werde bereichert durch Gespräche, Gedanken, Gefühle über das Leben und die Liebe und lerne nie aus, mein Horizont wird erweitert durch unterschiedliche Ansichten, Meinungen und Lebenssituationen. Letztens hatte ich ein Gespräch mit einer 18 jährigen, das mich eine Meinung hat überdenken und verändern lassen, die meine Erziehung betraf. Das war echt inspirierend. Ich bin sehr dankbar für den heutigen Morgen und dass wir Leben miteinander teilen und wir alle das Beste aus dem Projekt Leben machen wollen und es nicht ausschlaggebend dafür ist wie alt wir sind. Das ist bereichernd.

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ballastfrei

Heute Morgen hatte ich ein sehr schönes Telefonat, das mich sehr dankbar gemacht hat. Denn unsere letzten Telefonate waren eher schwierig und wir drehten uns immer wieder im Kreis. Denn es ging darum, dass sie sehr verletzt war von einer Person und das ganz viele Gedanken, ganz viel Kraft gekostet hat immer wieder darüber nachzudenken, darüber zu reden, aber nicht wirklich weiter zu kommen. Und aufgrund eines Erlebnisses hat sie der Person vergeben und war so erleichtert. Das war an der ganzen Art wie sie redete und ihre Stimme klang zu erkennen. Und dafür bin ich so dankbar. Weil Vergebung nicht bedeutet, alles ist vergessen oder ich heiße sogar gut, was du getan hast. Sondern weil es mich frei macht, frei von ständigen imaginären Gesprächen, die nicht wirklich klären würden, sondern nur meine Wut zum Ausdruck bringen würden. Weil Vergebung nicht bedeutet, dass alles wieder ist wie vorher, sondern ich trage dir den Ballast nicht immer hinterher und –  ich als die Verletzte trage den Ballast. Weil Vergebung nicht bedeutet, ich bin die Schwächere von uns beiden, sondern ich bin die, die loslässt und sich nicht an etwas klammert, dass mir ja eigentlich schadet und mich immer wieder traurig macht. Ich habe schon erlebt und heute wieder gehört, dass es sich gut anfühlt, wenn man vergeben kann, dass es sich wie eine Befreiung anfühlen kann… für mich ist nach einer Verletzung das Vergeben jedesmal ein Prozess, bei mir funktioniert es nie von jetzt auf gleich und überhaupt dahin zu kommen vergeben zu wollen, dauert… Aber ich bin dankbar, dass ich es schon kennengelernt habe dieses befreiende Gefühl der Vergebung.P1090687 (2)

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20 Minuten

Es heißt, dass Frauen multitaskingfähig sind. Wenn multitasking das Synonym für Frau ist, dann bin ich keine. Ich bin nicht multitaskingfähig. Für meine Nichtfähigkeit multitasking habe ich keine Lösung, denn in meiner Lebensphase gehört das einfach dazu. Ich koche während meine Kleinste dauernd an meinem Bein zieht und mir versucht etwas zu sagen, irgendetwas zu holen, aber ich verstehe sie nicht. Und mich stresst es, dass ich nicht in Ruhe kochen kann und mich stresst es, dass ich nicht in Ruhe auf Augenhöhe mit meiner Kleinen gehe und in aller Ruhe herausfinde was ihr gerade so wichtig ist. Bei den Hausaufgaben bräuchte meine Große meine ganze Aufmerksamkeit und ich würde sie ihr auch voll gerne geben, aber da sind noch meine 2 anderen, die mit mir spielen wollen, auf den Arm wollen, was erzählen wollen… Nach dem Baden halte ich meine Kleinste auf dem Arm, weil sie abends sehr anhänglich wird und föhne die Haare meiner Mittleren und versuche dabei noch ihre Haare zu kämmen. Das Telefon klingelt und meine Große springt hin, sie kann ihr Nachthemd sowieso grad nicht finden und nimmt ab, obwohl ich es einfach hätte klingeln lassen. Eine Meinungsumfrage, Nein bitte jetzt nicht. Während ich mit einer Hand das Buch halte und eine Geschichte vorlese, gebe ich meiner Jüngsten Hilfestellung damit sie immer wieder aufs Bett hoch und runter klettern kann. Und ich bin froh, dass sie eine andere Beschäftigung gefunden hat und mir nicht mehr dauernd das Buch aus der Hand reißen will. Und immer wieder führe ich Telefonate am Tag neben irgendwelchen P1090670 (2)anderen Beschäftigungen, weil ich Termine vereinbaren muss, weil ich Projekte mit vorbereite… Meine Aufgaben sind eigentlich nicht wirklich schwierig, die ich den ganzen Tag zu erledigen habe, aber es sind immer mehrere auf einmal, es sind immer kleine Menschen mit kleinen und großen Bedürfnissen dabei und das stresst mich. Und am Ende eines Tages denke ich oft, was bitte hast du eigentlich den ganzen Tag gemacht? Und deshalb war ich heute so dankbar, als mein Mann einen kurzen Besuch bei jemandem machte und spontan meine Große und Kleine abholte und meine Mittlere und ich hatten einfach 20 Minuten ungeteilte Zeit. Ich fand das so schön, wir saßen auf dem Sofa und sie erzählte und ich konnte ihr ganz zuhören, auf ihre Fragen eingehen und mit ihr lachen. Heute bin ich sehr dankbar für diese 20 Minuten…

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Heimat

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Diese Puppe lag vor 31 Jahren auf meinem Kopfkissen zur Begrüßung in der neuen Heimat.

Abendritual: Geschichte, beten, singen, Gute-Nacht-Kuss. Ein fester Bestandteil unseres Tages. Ich lese eine Geschichte vor: „… Nun überlegt Lotta. Tiermütter versorgen ihre Kinder und Lottas Eltern versorgen sie und Moritz. Das hat sich Gott richtig gut ausgedacht. Und wenn Mütter oder Väter ihre Kinder nicht versorgen können, dann schickt Gott manchmal andere Eltern, die sich um die Kinder kümmern. …“ Hier unterbricht meine Große und wir reden darüber, warum manche Eltern ihre Kinder nicht versorgen können und wo dann so Kinder hinkommen und was ein Kinderheim und was eine Pflegemutter ist. Schwere Kost für ein abendliches Gespräch mit Kindern, aber es ist immer wieder Thema, weil es meine Geschichte ist. Und wir reden über die Oma in deren Bauch ich nicht war und die trotzdem ihre Oma ist. Denn sie hat sich vor 31 Jahren entschieden aus einem Kinderheim ein Mädchen mit nach Hause zu nehmen um ihr Heimat zu geben, um Heimat zu leben. Und als wir dann miteinander beten, betet meine Mittlere: „Danke Gott, dass die Mama eine Mama gekriegt hat.“ Und dafür bin ich Gott sehr dankbar, er hat mir eine Mutter geschenkt, die mit uns ein Abendritual hatte: Geschichte, beten, singen, Gute-Nacht-Kuss.

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