das geschriebene Wort

Bücher sind etwas wunderbares!!! Und sie sind so unterschiedlich…manchmal unterhalten sie, manchmal bringen sie zum Lachen, manchmal zum Weinen. Sie nehmen einen mit in Länder, in denen man noch nie gewesen ist, in Kulturen, die man noch nicht kannte, sie schockieren, sie bilden, sie erweitern Horizonte. Manche von ihnen kann man oft lesen, weil der Autor die Gabe hat Worte zu finden, Sätze zu formulieren, Inhalte zu vermitteln, die man immer wieder zu sich nehmen kann, wie eine gute Tasse  Milchkaffee. Und deshalb bin ich heute dankbar für Bücher, denn heute Morgen war ich mit meinen ladies in der Bücherei. Diese ist ein echtes Privileg. Denn so ist lesen und Bildung in unserem Land für viele zugänglich. Und ja, meine Kinder wachsen mit Laptop und Smartphone auf, aber auch mit Büchern und das macht mich dankbar.

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Gelegenheit

Ich hätte voll gerne eine immer saubere Wohnung und finde dieses ständige putzen echt nicht so wahnsinnig toll. Und wenn ich wieder arbeite, stell ich eine Frau ein, die mir im Haushalt hilft. Wahrscheinlich mach ichs nicht wirklich, aber der Gedanke ist so schön. Andererseits würde ich dann vielleicht Gelegenheiten wie heute verpassen. Meine Mittlere wollte abwaschen. Das mag sie so gerne wegen dem Wasser und Spüli. Aber es gab gerade nichts. Aber die Küchenschränke sahen aus…So bekam sie Spüli und Wasser und putzte alle Küchenschränke ab. Ich setze mich neben sie hin und rieb alle Schränke trocken. An sich ist das natürlich nichts besonders, aber es war so schön sie dabei zu beobachten, ihre Mimik, zuhören, so nebeneinander, miteinander etwas erledigen. Meine Mittlere mal wieder im Alltag bewusst wahrnehmen, mich an ihr freuen.  Und deshalb bin ich dankbar für diese kurze Zeit. Solche Augenblicke will ich im Herzen festhalten, damit ich im richtigen Augenblick loslassen kann.

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Audienz beim König

Heute Nachmittag hatte ich 11/2 h Zeit für mich. Mein Mann war mehrere Tage weg gewesen und schenkte mir eine Pause. Wohin mit mir so spontan? Cafe, Freundin treffen, einkaufen gehen? Ich entschied mich für die Stadtkirche. Ich erinnerte mich, dass ich in meiner Ausbildungszeit öfter in die Kirche ging, um die Stille zu genießen, um vor Gott zu sein. Und auch wenn ich dort nicht in die Gottesdienste gehe, schätze ich die Ehrfurcht, die mir ein Besuch in einer Landeskirche vermittelt. Es ist wie eine Audienz beim König. Ich denke viel an den liebenden Gott, den freundlichen, den der mir vergibt und das ist alles gut! Aber manchmal geht mir die Ehrfurcht verloren und mir ist nicht bewusst wie göttlich Gott ist. Und in einer Zeitschrift im Jahr 2000 habe ich einen so tollen Artikel zu dem Thema „Ehrfurcht vor Gott“ gefunden, die Zeitschrift ist schon ganz zerfleddert, sooft habe ich diesen Artikel gelesen, immer wieder zur Erinnerung. Und das tat ich heute auch wieder, diesmal vor dem Altar der Kirche. Es war wie eine Audienz beim König, so klein Lissy vor diesem riesen Altarraum, Zeit mit und vor Gott. Für diese Augenblicke bin ich heute mehr als dankbar, sie haben mich wieder richtig berührt und geerdet.

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Blog

Das war ein Tag! Meine Kleinste hat sich mehrmals erbrochen und wollte ausschließlich bei Mama auf dem Arm sein. Meine Älteste hatte erhöhte Temperatur und Kopfweh, sie wollte freiwillig ins Bett… Wofür ich heute dankbar bin? Als um 16.30Uhr meine Kleinste erschöpft einschlief und meine Große sich selbst genug war, hatte ich ein Zeitfenster und ich hätte so vieles machen können…Wäsche in die Maschine, Mittagessen verräumen, aufräumen…Hab ich alles nicht gemacht. Im größten Chaos geh ich spazieren. Nein, natürlich lass ich meine Kinder nicht allein und ich verlass meine Wohnung auch nicht. Ich geh auf den Blog www.mamaskram.blogspot.de spazieren. Es ist mein absoluter Lieblingsblog und ich bin ehrlich dankbar für diese begabte kreative Bloggerin. Hier verlasse ich gedanklich mein Chaos und trete ein in eine wunderschön gestaltete Welt. Alles was sie anfasst scheint etwas zu werden. Und und bin dankbar für die vielen Inspirationen und Ideen, die sie gibt…ein toller kreativer  Spaziergang. Schöne Bilder und Kreativität entspannen mich. Deshalb bin ich heute und an vielen anderen Tagen dankbar für viele schöne Augenblicke, die mir dieser Blog und seine Bloggerin bescheren. Auch ihre Urlaubsfotos sind der absolute Hammer…wunderbar!

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umsonst

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Gestern habe ich meiner Freundin ihre Riesenstempel zurückgegeben, die sie mir ausgeliehen hatte. Heute rief mich eine Freundin an und bat mich, ihre Tochter mit in den Kindergarten zu nehmen, weil sie krank ist. Meine Große hatte ich schon in die Schule gebracht, ganz stressfrei, weil Julia (Mitbewohnerin) auf meine beiden anderen Töchter aufpasste. Mein Laptop ist defekt, ich konnte ihn einem Bekannten bringen, der so nett ist und versucht das Problem zu beheben. Seine Frau braucht für eine Bekannte einen Kinderwagen, sie kann natürlich unseren haben. Letzte Woche war der Kindergarten an 2 Tagen zu, an dem einen nahm ich die Tochter einer Freundin, weil sie berufstätig ist. Am Sonntag hatte meine Kleinste so einen Husten und eine Rotznase, dass ich mit ihr während dem Gottesdienst in keinen Eltern-Kind-Raum konnte. Ich rief die Freundin an, deren Tochter letzte Woche bei uns war. Sie nahm die Großen mit in den Gottesdienst, weil die beiden unbedingt gehen wollten. Mir fallen noch viel mehr Beispiele ein. Beispiele fürs Menschsein. Wir haben alle etwas zu geben, wir brauchen alle mal Hilfe. Weil wir nicht alles können, wissen, haben…Aber wir können unser Wissen, Haben, Können teilen und daraus entsteht ein soziales Netzwerk, in dem jeder mal der Bedürftige ist und jeder mal der Gebende. Das ist unbezahlbar, kann man nicht rechnen oder verrechnen…Und ich bin so dankbar für dieses soziale Netzwerk, in dem ich mich bewege, in dem ich zu Hause bin. Ich muss nicht alles haben, können, wissen, weil es Menschen gibt, die andere Dinge haben, andere Dinge können, andere Dinge wissen und ich darf darauf zurückgreifen oder etwas weitergeben. Es ist umsonst, aber nicht wertlos, sondern wertvoll, unbezahlbar. Und dafür bin ich heute sehr dankbar!

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Sternstunde

„Noch niemandem sagen. Es ist noch ganz frisch.“ Ich sitze neben meiner Freundin im Auto, sie teilt mir mit, dass sie ihr 3.Kind erwartet. Ich freu mich. Solche Nachrichten finde ich immer aufregend. Ein paar Tage später erreicht mich gegen 23.30Uhr eine Nachricht von ihr. Hab starke Blutungen. Hab unser Kind verloren.
Ich war so traurig und es tat mir so leid!!! Heute war ich auf dem 2. Geburtstag von diesem „verlorenen“ Kind. Sternstunde: er wurde trotz Blutung bewahrt und freut sich seines Lebens. Und wenn ich ihn sehe muss ich so oft an diese SMS von damals denken und bin jedesmal so dankbar. Ich bin dankbar, dass seine Familie, seine Verwandten, wir als Paten mit ihm beschenkt sind. Ich bin so dankbar, dass es ihn gibt.

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zwischendurch

Bei den Stadtwerke gab es heute Kinderschminken. Nichts wie hin, das garantiert leuchtende Mädelsaugen und die freuen mich immer so. Wir trafen dort auf wenig Leute und viele Mitarbeiter.image 2 junge Frauen schminkten meine Großen, danach gab es frische
Popcorn aus der Maschine und ihnen wurde noch etwas über Strom erklärt. Meine Kleinste staunte über alles und ich? Ich war dankbar für kurze Zeit nicht so intensiv dabei zu sein und wurde auf einem Sessel einfach zum Beobachter. So nette Leute, so viel umsonst, so schön nur zu beobachten. Ein schönes Sonntagnachmittagzwischendurchprogramm, dafür bin ich heute dankbar.

 

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normal

Heute hatten wir eine kurze ungute Situation, die gut ausging, das hätte aber auch anders sein können. Und im Tag bemerke ich das gar nicht, sondern oft erst, wenn die Kinder im Bett sind und so einzelne Situationen gedanklich nochmal präsent werden und ich mir ungewollt vorstelle, was alles hätte passieren können. Und aus dem Normalen, kann ein Unglück werden, weil wir als Mütter nicht überall sein können, nicht allgegenwärtig, nicht immer vorausschauend. Eine Treppe, eine Kante, eine Herdplatte-all diese Ding können versteckte Gefahren sein. Ich bin dankbar, dass das Normale heute 20150321_124821 (2)normal blieb und nicht zum Unglück wurde.

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anlehnen

Sonnenfinsternis. In unserem sicherheitsbedachten Land durften die Kindergartenkinder nicht in den Wald am heutigen Waldtag und von der Schule gab es einen Zettel mit Sicherheitshinweisen. Da meine Älteste auf manche Themen sehr sensibel reagiert, wurde mein Nachtschlaf durch ihre Ängste unterbrochen. „Was ist, wenn ich dann blind werde? Ich kann nicht in die Schule, weil vielleicht schau ich aus Versehen rein.“ Es liefen tatsächlich einige Tränen und ich konnte sie nicht wirklich beruhigen. Eine irrationale Angst. Was hat geholfen? Sie hat bei mir geschlafen. Brauchte einfach Nähe, wollte mit ihrer Angst nicht alleine sein, wollte sich ankuscheln, anlehnen. Ich habe auch Ängste. Ängste, die berechtigt sind, wenn man unsere Gesellschaft beobachtet, Umwelt… und irrationale Ängste, Dinge, die nur mir Angst machen. „In der Welt habt ihr Angst…“, das sagt Jesus im NT (Joh.16,33). Ich liebe die Ehrlichkeit der Bibel. Nichts rosarote Wolken und alles immer voll einfach. Davon redet sie nicht, sondern von der Wahrheit, von der Tatsache, dass zu dieser Welt auch das Gefühl Angst gehört. Und an anderer Stelle sagt Jesus: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“  (Matt.28,18) Daran halte ich mich fest und erlebe immer wieder, dass ich mit meiner Angst nicht alleine bin. Im Gebet, erlebe ich das, was meine Tochter bei mir erlebt, Nähe, ein Anlehnen, nicht alleine sein. Und ich bin dankbar dafür! Ich bin dankbar, dass es den gibt, der größer ist, als meine Angst, der stärker ist als meine Angst. Und ich liebe den Spruch von Corrie ten Boom: MUT ist Angst, die gebetet hat.IMG-20150320-WA0005

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Kunst

Mein Mann schenkte mir heute einen freien Nachmittag und unternahm etwas mit unseren Mädels und ich konnte machen was ich will. Und es war naheliegend, dass ich mich mit der neuen FlowZeitschrift und einem Milchkaffee und einer Mohnschnecke auf mein Sofa setze, um zu entspannen und meine Pause zu genießen. Ich entschied mich P1110105 (2)aber überraschenderweise anders und machte mal wieder Sport. Und es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass Sport Glückshormone freisetzt und ich war auch ziemlich glücklich und glücklich macht mich grundsätzlich dankbar, aber nicht wegen der Hormone, sondern wegen der wahnsinnig komplexen Körpervorgänge. Ich entscheide mich für Sport und mein Körper macht mit, erhöhter Herzschlag, flachere Atmung, schwitzen. All das hat einen Sinn und wird anstandslos übernommen. Das fasziniert mich immer und immer wieder, die Funktionen eines Körpers, das ist echte Schöpferkunst. Und für diese Kunst bin ich heute dankbar!

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Willkommen

P1110083 (2)Was soll ich sagen? Die kalte Luft wird von Wärme abgelöst, die grauen Tage müssen den hellen weichen, die Luft ist voller Frühlingsgerüche, es grünt und blüht überall. Darüber freu ich mich, dafür bin ich heute dankbar. Herzlich willkommen,  Frühling!!!P1110088 (2)

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üppig

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Üppig, vielfältig, schön, diese Begriffe schwirren durch meinen Kopf, wenn ich über den Markt unseres Städtchens laufe und einkaufe. Es fasziniert mich jedes Mal wieder, diese ganz unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten, Blumen, Pflanzen…ich mag die Farben und Formen, die unglaubliche Vielfalt. Und es erinnert mich. An einen Gott, der nicht kleinlich, kleinkariert, engstirnig ist, der keine Milchmädchen Rechnungen macht. Sondern, der üppig, vielfältig, überfließend, verschwenderisch ist, weil ich glaube, das dies alles aus seiner Hand stammt. Ich bin dankbar für den heutigen Marktbesuch, weil er mich an einen großzügigen Gott erinnert, den, an den ich glaube, den, an den ich gerne glaube.

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Schulalltag

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DANKE

Kinder vom Kindergarten in den Schulalltag einzugewöhnen, ist, glaube ich, eine echte Herausforderung und benötigt entsprechende Gaben. Das glaube ich zumindest, seitdem meine Tochter in die Schule gekommen ist. Und ich bewundere ganz aufrichtig alle Grundschullehrer/innen, weil sie einen so wichtigen Beruf haben. Und ich bin sehr dankbar für die Klassenlehrerin meiner Tochter, die mit viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz meine Tochter und 24 andere Kinder in den Schulalltag begleitet. Heute bin ich ganz besonders dankbar dafür, denn ich glaube, dass gute Grundschullehrer bzw. gute Lehrer allgemein viel eigenes Engagement einbringen und Stunden der Vorbereitung und Arbeit, die man gar nicht sieht, weil sie so versteckt und hinter den Kulissen passiert.

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Alltagsgelegenheit

Heute Morgen war sich ziemlich sauer auf die Großen und habe geschimpft. Und das Schimpfen hat bei mir mehr das Ergebnis, dass ich Luft abgelassen habe und meine Emotionen ein Ventil finden. Aber ich bin der Überzeugung, dass schimpfen auf lange Sicht nicht so richtig was bringt. Jedenfalls meine Art des Schimpfens ruft bei meinen Kiddis keinen Langzeiterfolg hervor. Und deshalb, einfach, weil ich es brauche, rede ich, wenn meine Emotionen runtergekühlt sind mit meinen Mädels nochmal über die Situation. Und dafür bin ich heute dankbar. Es ging um das Thema Verschwendung und unser Konsumverhalten. Und da bin ich natürlich auch Kind unserer Zeit. Trotzdem ist es mir so wichtig, das ins Bewusstsein meiner Kinder zu rufen. Das all die Rohstoffe, Lebensmittel und all die Dinge, die in unserem Besitz sind bedeuten, dass irgendwo, irgendjemand gearbeitet , gesät, geerntet, genäht hat… Es geht mir nicht so sehr um den materiellen Wert, sondern um den ideellen und das wir, aus Dankbarkeit, mit Dingen achtsam, sorgsam, behutsam umgehen. Und es hat mich so gefreut, dass meine Große voll mitgeredet hat, weil sie im Unterricht vom Leben auf den Philippinen sprachen und auch wie wir sorgsam mit unserer Umwelt umgehen können/sollen. (Kann mich an solche Themen aus meiner Grundschulzeit nicht erinnern.) Und so bin ich dankbar für unser Mittagessengespräch. Ich will kein schlechtes Gewissen bei meinen Kindern oder mir hervorrufen, aber eine gewisse Sensibilität und deshalb war ich dankbar für diese Alltagsgelegenheit heute. Und es macht mich glücklich auf Pinterest solche Sprüche zu finden.4e312bf8e4b0a33699d893a3b088ae66

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DNA

Man wird ihr nie sagen, dass ihr die Tochter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht. In einer medizinischen Anamnese wird man auf keine Ähnlichkeiten stoßen und in der DNA gibt es absolut keine Übereinstimmung. Sie wird sich immer Gedanken machen, welche Entscheidungen gut für ihr Kind sind, was es braucht, damit es sich verstanden und geliebt fühlt und obwohl sie weiß, dass sich-Sorgen-machen nichts bringt, begleitet das sich Sorgen, wie bei jeder Mutter, ihr Muttersein. Ein Mädchen wurde verlassen und hat Heimat gefunden, hat eine Mama, hat Geschwister, die sie lieben und durchs Leben begleiten. Sie hat ihre Heimat gefunden, in der sie immer auffallen wird, in der sie immer besonders sein wird, aber die immer ihre Heimat, ihr zu Hause, ihr Zufluchtsort sein wird. Und heute bin ich dankbar, mein Patenkind gesehen zu haben. Sie hat mich im Gespräch mitgenommen in die Welt einer 11jährigen und ich bin dankbar für ihr zu Hause, dankbar für ihre Mutter und dankbar, dass zu Hause und Muttersein nicht unbedingt etwas mit DNA zu tun hat, sondern mit Liebe.P1110066 (2)

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verschenkte Zeit

Verschenkte Zeit verbinde ich eher mit etwas negativem, unnütz sein, Zeit verbummeln, trödeln, nicht nutzen…Heute hat sich der Begriff für mich mit neuem Inhalt gefüllt. Ich hatte Besuch von einer lieben Freundin, die mittlerweile ziemlich weit weg wohnt und wir immer noch über alle UmzügeIMG-20150313-WA0000 (2) hinweg, miteinander verbunden sind. Sie verschenkte heute Zeit an mich, indem sie mich besuchte. 2 Kinder vormittags daheim, 1 Kind holten wir um 12. So richtig dolle konnten unsere Gespräche nicht werden. Ich fühlte mich unwohl, hatte das Gefühl niemandem so richtig gerecht zu werden und war auch enttäuscht, weil ich meiner Freundin gerne ungeteilte Zeit geschenkt hätte. Spontan kam eine andere Freundin und bot mir an, meine Kleinste zu nehmen, während die Großen ihr Nachmittagsprogramm hatten. Ich glaube, ich habe mich schon lange nicht mehr so über eine Spontanaktion gefreut wie heute. So verbrachte ich 2 ungestörte Stunden mit meiner weitgereisten Freundin und war so dankbar für die Zeit, die sie mir schenkte, die freie Zeit, die meine Freundin durch Betreuung meiner Tochter mir schenkte und die ungestörte Zeit, die ich meiner Freundin schenken konnte. Denn ist nicht Zeit eines der schönsten Geschenke, verschenkte Zeit? Und für diese verschenkte Zeit bin ich heute so dankbar.

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2 Welten

„Nicht viele Worte machen“ und „Schweigen ist Gold“, Sprüche die an vielen Orten ihre Berechtigung haben, meiner Meinung nach aber nicht an jedem Ort. In meiner Ehe ist das Gespräch etwas elementares, einfach deshalb, weil mein Mann und ich so grundverschieden sind. Und wenn er mir erzählt, dann verstehe ich seine Sicht der Welt besser, kann Entscheidungen nachvollziehen, kann Dinge mehr wertschätzen. Und wenn ich ihm meine Sicht der Welt erzähle ist er jedes mal schockiert. Haha, nein, aber in seiner Welt denkt und fühlt man nicht so wie in meiner Welt. Und unsere Welten werden zu einer, treffen sich, vereinen sich, wenn wir reden, uns austauschen, uns mitteilen. Und das kommt manchmal ganz schön kurz in seinem zeitintensiven Beruf und 3 Kindern. Aber bis jetzt ist es uns noch nicht verloren gegangen und dafür bin ich dankbar. Heute waren wir terminlich gemeinsam unterwegs und auf der Autofahrt war einfach wieder Zeit, zwei Welten in einer zu verbinden.P1110049 (2)

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besonders

Heute bin ich dankbar für ein Kind, ein besonderes Kind. Ein Mädchen dem man die Freude ansieht, wenn wir morgens in der Mutter-Kind-Gruppe singen. Ein Mädchen, das in die Hände klatscht und beobachtet. Ein Mädchen, das besonders ist, das anders ist. Es ist wertvoll, liebenswert, lebenswert. Es ist willkommen und das macht mich so unendlich dankbar-es hat Trisomie 21. Und es freut sich am Leben, genießt die Liebe seiner Eltern und trotz aller Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten, sind diese  dankbar für ihre Tochter und ich bin dankbar beobachten zu dürfen wie sie umsorgt, geliebt und geachtet wird. Es ist so schön, dass es sie gibt.P1110010 (2)

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Respekt

Meine Mittlere tritt aus Versehen meiner Kleinsten auf den Fuß, diese mault etwas, 8c7a0978d9cfa1970402fc81c90ada8fweint aber nicht. Und was macht meine Mittlere? Sie kniet sich neben ihre Schwester und entschuldigt sich, gibt ihr einen Kuß und pustet, dann geht sie ihrer Wege. Eine Szene, die mir Hoffnung macht. Warum? Weil ich entschuldigen als eine wichtige Sozialkompetenz werte. Denn ich bin Mensch, das bedeutet: ich mache Fehler, ich verletze Menschen, ich verhalte, rede nicht situationsentsprechend. Ja, ich bin Mensch. Für mich ist das Entschuldigen eine wichtige Umgangsform, die Respekt dem anderen und mir gegenüber ausdrückt. Ich stehe zu mir selber, zu meinem Versagen, muss nicht perfekt sein, vertuschen, etwas zur Schau stellen, was ich gar nicht bin. Ich nehme den anderen wahr, nehme Gefühle ernst und zeige, dass es mir leid tut, wenn ich diese verletzt habe. Entschuldigen wird (gefühlt) in unserer Gesellschaft als Schwäche gewertet, ich glaube, dass es eine Stärke ist, die Stärke respektvoll mit mir und meinem Gegenüber umzugehen. Und deshalb bin ich dankbar für die heutige Szene, die mir Mut macht.

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Konfliktgegner

Konflikte sind wichtig. Sie kehren Innwendiges nach außen, damit man von einem Beieinander durch die Auseinandersetzung vom Zueinander zum Miteinander kommt. Zu einem Miteinander gehört es Konflikte zu lösen und wenn das in respektablem Umgang, mit den P1100256 (2)richtigen Worten und Verallgemeinerungen vermeidend passiert, sind Konflikte richtig nützlich, fruchtringend. Ich mag sie trotzdem nicht. Obwohl ich unter eben genannten Voraussetzungen Konflikte durchaus gut finde, bin ich ein Konfliktgegner, weil ich die Voraussetzung in den seltensten Fällen erfülle. Und ich bin so dankbar nach einem halben Jahr Mitbewohnerin, (durch ein von meinem Mann initiierten Projekt wohnt sie ein Jahr bei uns) diese Voraussetzungen nicht erfüllen zu müssen, weil es keine Konflikte gibt. Für mich ist das ganz ehrlich ein Wunder. Wir haben ein tolles Miteinander ohne Auseinandersetzungen. Dafür bin ich so dankbar.

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