erledigt

Wenn ich froh bin, dann bin ich eigentlich immer gleichzeitig auch dankbar. Und den heutigen Beitrag werden wahrscheinlich nur die verstehen, die ähnlich ticken wie ich. Ich bin eine Rausschieberin, ganz furchtbar. Aufgaben, die mich unsicher machen oder für mich unüberschaubar sind oder ich Angst vor dem Ergebnis habe, die schiebe ich raus. Und dafür gibt es einen Fachausdruck. Wusstet ihr das? Prokrastination. Das klingt total gut, oder? So, als würde man etwas sehr Wichtiges und unglaublich Intelligentes machen. Dabei ist es einfach dämlich. Denn, es ist nicht so, dass ich die Aufgabe verdrängen kann. 20150417_113648Im Gegenteil: in meinem Kopf baut sich ein riesiges Gedankengebäude auf, ich denke nach, such nach einer Lösung, versuche abzuschätzen was auf mich zukommt. Dabei müsste ich es einfach nur anpacken, erledigen und mich über das Ergebnis freuen oder mich damit auseinandersetzen. Heute bin ich froh, dass ich solch eine Aufgabe erledigt habe. Ganz einfach, war gar nicht schwer. Das Ergebnis sogar positiv. Und für das Streichen dieser Aufgabe von meiner To-do-Liste bin ich heute total dankbar, denn mit Erledigung dieser Aufgabe macht sich ein Gefühl in mir breit: Erleichterung. Ich wüsste gerne, ob das Typsache ist oder ob man das trainieren kann. Solange bleib ich wohl ein Prokrastiniererin. Klingt gut, oder?

Teile diesen Blogeintrag

vorurteilsfrei

20150416_142506Alltagserinnerung. Meine Jüngste pantscht mit ihren kleinen süßen Händchen im Wasser der Toilettenschüssel herum und kann überhaupt nicht verstehen, dass alle um sie herum das ziemlich eklig finden, es ist doch gespült. Sie sieht (noch) nicht, was wir sehen. Hunderte von unsichtbaren Keimen, Viren, Bakterien…Sie sieht nicht was so alles in der Toilette landet, wer alles dort schon war, um sie zu benutzen. Und weil sie das alles nicht sieht, geht sie völlig unbeschwert, völlig frei zu dieser Schüssel, die Wasser zum Spielen beinhaltet, und spielt. Warum ich dafür dankbar bin? Weil es mich erinnert. Ich sehe viel, habe schon viel gesehen, habe Erfahrungen gemacht und bin deshalb voller Meinungen und auch voller Vorurteile. Ich will das gar nicht! Ich wäre gerne vorurteilsfrei, unbeschwerter, freier…vor allem im Umgang mit Menschen. Als mein Mann vor ein paar Jahren nochmals ein anderes Studium begann und mit dessen Ende klar war, dass wir in unserem Leben mit großer Wahrscheinlichkeit öfter mal den Wohnort wechseln würden, sagte ich zu ihm, dass ich in ein ganz bestimmtes Land nie mitgehen würde und niemals auf ein Dorf ziehen würde. Zu groß war, vor allem bei der Dorfgeschichte, meine Angst, wegen meiner Hautfarbe Probleme zu bekommen. Fette Vorurteile in meinem Kopf. In seinem Praktikum waren wir 1 Jahr in einem 300 Seelen Dorf. Es war ein total schönes Jahr. Meine Angst und meine Vorurteile völlig unbegründet. Und das macht Vorurteile schwierig, dass ich nicht frei und unbeschwert Menschen oder Situationen begegne, sondern aufgrund meiner Vorurteile schon ein eingeschränktes, ein vorsichtigeres, ein unfreieres Verhalten an den Tag lege. Meine Jüngste kennt all das Unsichtbare noch nicht, denn auch Menschen begegnet sie freundlich und meistens lachend. Und sie winkt so ziemlich jedem, ob das die Kassiererin an der Kasse ist, dem um Geld bittenden Mann, der am Straßenrand sitzt oder ihren Patentanten zum Abschied. Sie ist noch frei von unsichtbaren Gedanken, die am Verhalten sichtbar werden. Sie ist noch vorurteilsfrei. Und dafür bin ich dankbar, weil sie mich erinnert, dass auch ich nicht handeln möchte aufgrund unsichtbarer Gedanken, sondern vorurteilsfrei.

Teile diesen Blogeintrag

Endlichkeit

20150415_122201_20150415210135005Aufgrund einer Mail von gestern Abend, denke ich heute sehr viel über den Tod nach. Also, nicht so negativ, sondern eher sachlich. Und ich habe mich an einen Vers aus der Bibel erinnert. Und vielleicht hat man es an der ein oder anderen Stelle schon feststellen können, ich bin fasziniert von der Bibel. Von den Worten, den Wahrheiten, den Werten. Und es gefällt mir, dass die Bibel sich vor dem Thema Tod nicht scheut. Die Stelle, die mir einfiel, gestern nach der Mail, sieht dem Tod ins Auge, um mit dem Blick auf die Endlichkeit für die Gegenwart dazu zu lernen, klug werden. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ Psalm 90,12 Ein so kleiner Satz mit so viel Inhalt, mit so viel Sinn, mit so viel Herausforderung. Den Tod nicht weg reden, verdrängen, sondern sich der eigenen Endlichkeit bewusst sein und dann immer wieder das eigene Tun und Handeln, das eigene Leben überdenken. Und vielleicht klingt das für den einen oder anderen zu krass, aber ich bin dankbar für dieses Überdenken heute, für diese Erinnerung, für das Bewusstsein meiner eigenen Endlichkeit…

Teile diesen Blogeintrag

Urlaubsfeeling

Es macht mir immer wieder mal was aus, dass wir keinen Garten haben. Aber wir haben gleich um die Ecke 2 tolle Spielplätze. Da war ich mit meinen Mädels heute Nachmittag natürlich anzutreffen. Und es war so tolle Urlaubsstimmung in mir. Der Geruch der Sonnencreme, die Sonnenmützen derIMG-20150414-WA0000 Kinder, barfuß im Sand – wunderbar. Und zwischen Sandkuchen essen, Karussell drehen, mit der Kleinsten schaukeln, festhalten beim Wippen, kam ich zwischendurch immer mal wieder dazu ein paar Zeilen in einer alten Zeitschrift zu lesen. Und den Artikel fand ich so berührend. Er handelt von einer Frau, die nach Berlin kommt aus einem Dorf in der Türkei. Ihr Schulabschluss ist nach der 5.Klasse gewesen. Sie heiratet nach Deutschland, kann nach 3 Jahren immer noch kaum deutsch. Dann bekommt sie eine Tochter und plötzlich verändert sich ihr Blick und sie fängt an ihr Leben zu verändern. Und mittlerweile ist sie Unternehmerin, hat 300 Angestellte. Alles selber erarbeitet. Solche Menschen machen mich dankbar und deshalb auch dieser Artikel. Weil sie von der inneren Stärke eines Menschen reden, weil sie mir etwas über Motivation und Disziplin erzählen und weil nicht nur die äußern Umstände bestimmen, was aus einem Leben werden kann. Und außerdem sind solche Artikel zwischendrin einfach schön zu lesen – leichte, beschwingliche Kost. Genau das richtige für ein Urlaubsfeelingnachmittagsprogramm.

Teile diesen Blogeintrag

grüßen

Für mich ist es etwas besonders, obwohl es so besonders gar nicht ist.  Heute hatte ich einen ganz normalen Schul-Kindergartenweg. Außer, dass wir heute zuerst zum Kindergarten sind und dann in die Schule. Auf dem Weg zum Kindergarten treffen wir 2 Mütter aus dem Kindergarten. Die eine grüßen wir, mit der anderen reden wir noch ein paar Worte. Nachdem ich die Mittlere dort gelassen hatte, gehen wir weiter eine Straße entlang zur Schule. Aus dem vorbeifahrendem Auto winkt uns eine Bekannte zu. Die Große ist in der Schule, ich geh noch kurz im Cafe vorbei, in dem meine Freundin arbeitet. Ich will nur kurz wissen wie es ihr geht. Auf dem Weg zu ihr komme ich am Briefkasten einer lieben Bekannten vorbei und werfe noch schnell eine Karte für sie ein. Die war schon längst fällig (also, die Karte). Vom Cafe nach Hause treffe ich eine Bekannte. Ich weiß echt nicht woher ich sie kenne, aber wir kennen uns und reden ein paar Takte. Als ich meine Tochter später mit dem Auto abhole, hupt es und ein Bekannter winkt uns zu. Ich hätte niemals gedacht, dass ich irgendwann so leben könnte. Ich komme aus der Großstadt Frankfurt und liebe das Gefühl von Anonymität. Meinen Schulweg legte ich früher mit U-Bahn, Straßenbahn zurück und meine Freundinnen traf ich darin nur an, wenn wir uns genau für eine Zeit verabredeten. Und vor mehr als 4 J20150413_184103ahren sind wir hierher gezogen und immer irgendjemanden zu treffen, fand ich echt gewöhnungsbedürftig. Heute lebe ich gut damit und bin dankbar dafür in einer Kleinstadt zu wohnen. Denn diese Stadt teile ich mit vielen netten Menschen und wir grüßen uns, wenn wir uns sehen.

Teile diesen Blogeintrag

leer und nichts

Als wir vor ein paar Tagen nach Hause zurück kamen und ich den Kühlschrank öffnete, dachte ich: „Meine Zeit, der ist ja total leer.“ Und heute Morgen stand ich mit verschränkten Armen vor meinem Kleiderschrank und dachte: „Ich habe echt nichts zum Anziehen.“ Und während ich die Arme aus ihrer Verschränkung löse, löst sich ein Gedanke: Wie ich Worte fülle. Wenn ich von leer spreche, reicht mein Kühlschrank immer noch für ein paar Mahlzeiten und natürlich werde ich nie eine fashionqueen sein, aber ich habe definitiv Kleidung zum Anziehen. Ich will mehr Dankbarkeit lernen für das was ich habe. Es ist doch echt so ungerecht. Vergleiche ich mich zur einen Seite gibt es immer die, die viel mehr haben. Das Geld lockerer ausgeben können. Und auf der anderen Seite sind immer die, die weniger haben. Wo das Wort leer wirklich Leere bedeutet und das Wort nichts mit nichts gefüllt ist. Heute20150410_112842 bin ich dankbar für all meine alltäglichen Privilegien, die durch ihre Alltäglichkeit das Gefühl von Luxus verlieren. Aber ich lebe im Luxus. Ich habe ein Dach über dem Kopf, sogar mehr als das: ich habe ein Zuhause. Ich habe Brot auf dem Tisch, sogar mehr als das: ich koche jeden Tag eine warme Mahlzeit. Mir geht es gut. Und auch wenn mir diese ungleiche Verteilung zu schaffen macht, will ich würdigen was ich habe. Dafür bin ich heute dankbar.

Teile diesen Blogeintrag

geschenkt

Ein ganz normaler Samstag. Mein Mann ist am WE weg, ich habe Pläne mit den Kindern – ladiesday. Am Morgen wünschen sich die 2 Großen, dass unsere Mitbewohnerin Julia auf sie aufpasst. Ich habe keinen Termin, brauche keine Auszeit, also, braucht sie auch nicht aufpassen. Aber gegen 14.30 Uhr verlassen die 4 doch unsere Wohnung und steuern den Spielplatz an. Ich stehe in meinem Es-gibt-immer-etwas-zu-tun-Haushalt und überlege, wie ich mit möglichst wenig Kraft- und Zeitaufwand ein möglichst großes Ergebnis in Sachen Ordnung, Sauberkeit und Reinheit erziele. Das Telefon klingelt, meine Freundin: Es gibt einen Workshop von einer 6fach Mama zum Thema „stressfreies Familienleben“. Kommst du mit? – Klar komme ich. Die Frau hat doppelt so viele Kinder wie ich, da muss ich hin. Und dann? Ich hätte nach den ersten 2 Minuten schon gehen können. Ich hatte genug gehört. Nicht, weil der Workshop schlecht war. Im Gegenteil. Sie hat sehr gut auf den Punkt gebracht, was Mamas empfinden, in welchen Spannungen sie stehen und hat erzählt, wie sie damit lebt20150411_165919, was ihr geholfen hat und hilft. Es war unglaublich gut. Gehen hätte ich können, weil ich nach 2 Minuten schon so ermutigt war. Vor mir saß eine 50jährige Frau, sie sieht schön aus und hat eine wahnsinns Ausstrahlung und ein schönes Charisma. Sie sieht aus wie eine Frau, die ihr Leben liebt und ihre Familie feiert und versöhnt ist mit ihrer Vergangenheit. Dabei war ihre Kindheit nicht das, was man behütet nennt. In ihrer Schulzeit hat sie 8 mal! die Schule gewechselt, ihr Vater war Alkoholiker. Eine tolle, inspirierende Frau sitzt vor mir. Ellen Nieswiodek-Martin ( Redaktionsleitung von der Zeitschrift Lydia). Ich bin ermutigt, weil Gott gnädig ist und das an ihr sichtbar wird. Die negativen Erfahrungen ihrer Kindheit haben sie nicht bitter, nicht missmutig gemacht. Und so bin ich heute dankbar für unsere Julia, die mit den Kindern loszog, für eine Freundin, die an mich dachte, für einen super Workshop, der zum Nachdenken anregte, für eine tolle Frau, die mich inspirierte, für einen wunderbaren Gott, der mir das alles schenkt.

Teile diesen Blogeintrag

spontan

Eine Freundin holt meine Mittlere ab, weil ihre Tochter mit meiner spielen will. Meine Kleinste steht daneben und will mit. So spontan? das fällt mir schwer. Aber meine Größte steht daneben: „Bitte, Mama, dann haben nur wir miteinander Zeit.“ „O.k.“, denke ich, „der Großen tut das gut.“ Und so verbringen meine Große und ich wertvolle ungeteilte Zeit miteinander. Ich hatte gedacht, sie würde total viel erzählen. Aber sie ist, für ihre Art, ziemlich still. „Was ist los?“20150410_153741 frage ich nach einiger Zeit. „Ach, Mama, es ist einfach schön-nur wir beide.“ Die Zeit hat uns beiden gut getan! Zuerst dachte ich ja, ach, das wird ihr gut tun. Nein, nicht nur ihr, auch mir. Denn, Beziehungen brauchen Zeit. Und so bin ich dankbar für die schöne Mama-Tochter-Zeit heute. Spontanität fällt mir manchmal echt schwer, aber heute war das genau richtig und dafür bin ich dankbar.

Teile diesen Blogeintrag

zusammen

89ae1aededcea51fc7ba3e09dbd19bbe

von Pinterest

Miteinander lachen, miteinander reden. Gemeinsam essen, gemeinsame Gute-Nacht-Geschichte für unsere Kinder.  Sich gegenseitig zuhören, wahrnehmen und wahrgenommen werden. Beieinander sitzen, miteinander Kaffee trinken, die Kekse werden durch viele Hände gereicht. Zusammensein, ähnliche Situationen kennen, Verbundenheit spüren, Gemeinschaft erleben. Hinter uns liegen ein paar Tage mit tollen Menschen. Kollegen und Kolleginnen meines Mannes plus Familien. Lebhaft, laut, freudig, lustig, gemeinsam, zusammen, miteinander, beieinander. Ich bin heute dankbar für die Gemeinschaft, das Zusammensein, das Miteinander und dass Gott mir viele Gesprächspartnerinnen geschenkt hat, die mich motivieren, inspirieren, Blickwechsel schenken…Ich bin dankbar, ich durfte dabei sein.

Teile diesen Blogeintrag

Freundinnen

20150408_160956Sie sind heute schon den ganzen Tag miteinander unterwegs. Sie reden, spielen – zeitlos. Sie begegnen mir immer wieder, brauchen mich aber nicht, sind sich selbst genug. Ich muss ihnen keine Idee für ein Spiel geben, ich brauche nicht einmal dazwischen zu gehen, weil es Streit gibt – es gibt keinen, sie sind zufrieden, ich bin es auch. Es ist unheimlich schön die eigenen Kinder zu beobachten, in den Freundschaften, die sie führen. Und es ist unheimlich schön, wenn man innerlich diese Freundschaften total unterstützen kann. Warum mir das auffällt? Weil ich immer wieder mit Eltern in Kontakt trete oder Lebensgeschichten höre und Gründe, warum eine Phase in jungen Jahren zur echten Herausforderung wird: „Sie hat die falschen Leute kennengelernt.“ „Er hatte die falschen Freunde und ab da wurde es richtig schwierig.“ Es ist mir völlig klar, dass die Freundschaften meiner 6jährigen keine Aussage darüber machen, mit welchen Leuten sie Zeit verbringt, wenn sie 16 ist. Aber es macht mich sensibel für das Thema Freundschaft, macht mich dankbar, dass sie Freundinnen hat, die ihr guttun, macht mich froh zu beobachten, wie sie in der Gegenwart mancher Freundinnen aufblüht oder auch zur Ruhe kommt. Heute bin ich dankbar für einen schönen Tag, den meine Tochter hauptsächlich mit ihrer Freundin verbrachte und wer weiß, vielleicht verbringen sie auch noch so gerne Zeit miteinander, wenn sie 16 sind.

Teile diesen Blogeintrag

Zwischenzeit

20150407_065910Zwischenzeit. Die schönste Zeit des Tages. Die Nacht ist noch nicht vergangen, der neue Tag hat noch nicht begonnen. Meine Familie schläft noch, ihre Atemzüge sind noch tief, lang und gleichmäßig. Es ist ruhig, friedlich und ich bin Zeugin eines Augenblicks. Den Blick auf ein Wunder, das trotz seiner Beständigkeit, trotz seiner Verlässlichkeit, seinen Reiz nicht verliert, nicht alltäglich wird. Die Sonne geht langsam auf, der Himmel taucht ein in wunderschönes Rot, die Dunkelheit weicht der Morgenröte. Ich bin heute morgen dabei gewesen, bin Zeugin gewesen, habe diesen Start in den Tag genossen, bin voller Dankbarkeit für diesen wunderbaren fantasievollen Akt der Schöpfung.

Teile diesen Blogeintrag

offene Arme

Mit offenen Armen begrüßt, mit freundlicher Geste willkommen geheißen zu werden. Das ist und bleibt eine schöne Sache. Heute bin ich dankbar für die Einladung einer Freundin zum Mittagessen, die Freude daran hatte, statt für 2 für 7 Personen zu kochen. Und es ist schön zusammen zu sitzen, Zeit miteinander zu verbringen, gut zu essen und sich zu unterhalten. Ich bin dankbar für die liebe Einladung, für ein offenes zu Hause, für eine freundliche Atmosphäre, für einen regen Austausch. Einladungen sind etwas so wunderbares!20150406_154724.

Teile diesen Blogeintrag

Hoffnungsmoment

St_Louis_night_expblend

Liebe Grüße von mir für dich.

Veränderungen. Die, die schön sind und inspirierend und erfolgreich und wunderbar, die Veränderungen mag ich. Aber die, die mich unsicher machen, wo ich nicht weiß, wie ich zu reagieren habe, wie weit die Veränderung gehen wird, die, die mag ich nicht. Nun stand ich heute in der Küche, um das Mittagessen zu kochen und meine Großen standen dabei. Zwischen ihnen entstand eine Auseinandersetzung. Sie endete mit Tränen auf beiden Seiten. Ich stehe daneben. Weiß nicht, wie dieser Streit begonnen hat und hab keine Ahnung, ab wann ich eingreifen soll und für wen ich Partei ergreifen soll  (für niemanden, schon klar), denn ich kenne die Ursache nicht. Und man soll ja, laut Pädagogen, nicht sofort eingreifen, aber wann denn dann? Und laut Pädagogen sind so Auseinandersetzungen wichtig für die Entwicklung, die Sozialkompetenz. Echt? Irgendwie steht nirgendwo, wie blöd es sich als Mama anfühlt, daneben zu stehen. Und ich mache mir dann auch gleich Gedanken. In letzter Zeit streiten sie öfter. Das ist eine Veränderung, die ich nicht mag. Ich mags still und gleichberechtigt und reflektiert und kontrolliert (bin ich natürlich alles selber nicht). Und ich beobachte sie und denke voller Sorge: Meine Familie ist mir so wichtig und ich wünsche mir so sehr ein gutes, inniges Verhältnis zu meinen Kindern, aber auch für die Schwestern untereinander. Wo Schwestern auch Freundinnen sind, Klamotten tauschen, über Jungs reden und ihre Lebensfragen stellen. Was, wenn wir das nicht hinkriegen, sondern so eine anonyme Tischrunde werden? Meine Schwester hat mir gestern auf den AB gesprochen. Sie fragt wie es mir geht. Was ich so mache, freut sich über einen Rückruf. Wir tauschen keine Klamotten, weil sie in den USA wohnt, wir reden nicht über Jungs, weil unsere schon Männer sind und wir über unsere Ehen reden. Wir stellen uns unsere Lebensfragen, wollen wissen, wie die andere mit bestimmten Themen umgeht. Wir hatten Zeiten, da wollten wir keine Schwestern sein, weil wir die andere doof fanden. Es gab Zeiten, da haben wir uns mit Absicht gegenseitig verletzt und es gab auch schon mal körperliche Übergriffe. Das gehört zu unserer Schwesterngeschichte. Mittlerweile ist meine Schwester auch meine Freundin. Und wenn ich mit diesem Gedanken meine Mädels beobachte, dann macht mir das Hoffnung und für diesen Hoffnungsmoment und meine tolle Schwester bin ich heute dankbar.

Teile diesen Blogeintrag

ohne Geschenke

Ich liebe Geschenke – von beiden Seiten. Also, ich bekomme gerne welche und ich verschenke gerne. Aussuchen, einpacken, das mag ich sehr. Ich gebe zu, dass es viel weniger geworden ist, seitdem ich Mama bin… aber ich mag es zu verschenken. Als ich heute Morgen kurz mit meinen Mädels in die Stadt wollte, um noch etwas zu besorgen, war ich überrascht über das Gedränge und die Menschenmenge, an einem total verregneten Samstagmorgen, in unserer Kleinstadt. Als ich eine Verkäuferin fragte, was los sei, sagte sie: „Morgen ist doch Ostern und die Leute suchen nach last-Minute- Geschenken.“ Ich kannte den Begriff bis jetzt nur aus der Weihnachtszeit. Mein Mann wurde heute auch, als er unterwegs war, gefragt, ob er schon alle Ostergeschenke hätte. Wie gesagt ich liebe es zu verschenken und es gibt dafür viele Anlässe. Aber heute bin ich einfach dankbar, dass ich da gar keinen Druck verspüre, Geschenke machen zu müssen. Das würde mich echt stressen. Meine Kinder dürfen was suchen, klar, aber das ist kein Stress. Ostern ohne Geschenkestress, dafür bin ich heute dankbar. P1110133 (2)20150404_144438

Teile diesen Blogeintrag

Kreuz

20150403_111735Als meine Große zum ersten Mal bewusst wahrnahm, dass in manchen Kirchen Jesus am Kreuz hängt, sagte sie: „Wieso hängt der da noch? Wissen die nicht, dass er auferstanden ist und wir mit ihm reden können?“ Für Kinder ist das Unglaubliche zu glauben noch einfach. Und ich bin dankbar, dass ich das Unglaubliche auch glauben kann. Das kann ich, weil ich es in meinem Leben erlebe. Diese Verbindung zu Gott, die durch den Tod und die Auferstehung von Jesus, möglich wurde. Nein, ich verstehe das nicht im Detail. Ja, ich hab da auch noch ein paar Fragen. Aber ich glaube es, weil es gute Auswirkungen in mein Leben hat. Es gibt eine Verbindung zwischen Gott und mir, die für mich lebenswichtig ist und für diese Verbindung bin ich dankbar.

Teile diesen Blogeintrag

groß

Obwohl ich an Gott glaube und an das, was in der Bibel steht, bin ich immer wieder überrascht, wenn Worte Wirklichkeit werden und biblische Aussagen Realität. In Matthäus 6 werde ich dazu aufgefordert und herausgefordert, mir keine Sorgen zu machen, keine Versorgersorgen, weil Gott für mich sorgt. Die Herausforderung nehme ich an, aber meistere sie nicht. Ich mache mir oft Sorgen. Ich bin ein Meister in sich sorgen, vor allem wenn es ums Versorgen geht. Und heute hat mich Gott wieder einmal überrascht mit der Realität seiner Aussagen, mit der Wirklichkeit seiner Worte. Und dafür bin ich heute so sehr dankbar. Ein großes DANKE an einen großen Gott, der Großes tut.20150402_145855

Teile diesen Blogeintrag

Umwege

Meine Älteste beschließt heute, in aller Frühe, Inliner fahren auszuprobieren, in unserem Wohnzimmer. Rausholen, anziehen, aufstehen und los. Es ist schwieriger als sie dachte…P1110122 (2)Meine Mittlere steht daneben und klatscht. „Super machst du das.“ „Du schaffst das.“ „Wenn du hinfällst, ist nicht schlimm. Ich helfe dir.“ Eine superschöne Szene, das als Mama zu beobachten. Eine Szene, für die ich heute dankbar bin, weil sie mich rührt. Und eine Szene, für die ich dankbar bin, weil sie mich erinnert. Erinnert, ein zu Hause zu schaffen, in dem man sich ausprobieren darf, eine Atmosphäre, in der man Fehler machen darf, eine Stimmung, in der nicht alles auf Anhieb klappen muss. Ich wünsche mir, so sein, so leben, so lieben zu können, dass meine Mädchen wissen: hier muss es nicht immer der kürzeste Weg sein, hier sind auch Umwege erlaubt. Ihr Zuhause soll ein Ort sein, an dem sie scheitern und Fehler machen dürfen, denn so bekommen sie heraus, was nicht ihr Weg ist, was nicht ihren Gaben entspricht, worin sie keine ausgeprägten Fertigkeiten haben. Ich möchte eine Ermutigerin sein, eine Rückratstärkende, eine Unterstützerin… und das, das muss ich üben.

Teile diesen Blogeintrag

Zeit

P1110130 (2)Dienstags bringe ich meistens unsere Pfandflaschen weg und weil wir ein 6 Personen Haushalt sind und Montagabend zwischen 25 und 40 junge Erwachsene in unserem Wohnzimmer sitzen, sind meine Taschen groß und Flaschen viele. Hinter mir steht ein Mann. Seine Tasche ist klein und seine Flaschen wenige. Ich biete ihm an, dass er vor kann. „Nein, machen Sie nur. Ich habe Zeit.“ antwortet er. Mein Lieblingssatz und mein Nachdenksatz heute: Ich habe Zeit. Einen Satz, den ich selten höre. Die meisten Menschen fühlen sich gestresst, haben nicht das Gefühl Zeit zu haben… Ich komme mir im Laufe des Tages auf die Schliche. Denn: Ich habe Zeit und zwar 24 Stunden am Tag. Und meine Nachbarin auch und meine Freundin auch und eigentlich alle. Wir haben alle gleich viel Zeit, aber wir füllen sie unterschiedlich. Aber für fast alle Zeitfüller entscheide ich mich freiwillig. Und manchmal kommt es mir vor und ich sage das nur ganz leise, dass wenig Zeit viel Wert bedeutet. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der eben zählt, was du geleistet hast. Daten, Fakten, Statistiken…zeigt das, ob man seinen Beitrag geleistet hat? Ich merke, ich habe Zeit, aber ich will mir nicht für alles Zeit nehmen. Zeit zu neiden ist irgendwie Unsinn, weil wir ja alle gleich viel haben. Aber es macht Sinn darüber nachzudenken, für was man sich Zeit nehmen will, was man vielleicht ändern will oder warum man das Gefühl hat keine Zeit zu haben…  Und für den Mann mit der Zeit, bin ich heute dankbar. Er hat mich inspiriert darüber nachzudenken was ich mit meiner Zeit mache, wie sie gefüllt ist und mir auch bewusst zu sein, dass zeitintensive Lebenssituationen von mir frei gewählt wurden. Ich habe Zeit, dafür bin ich dankbar.

Teile diesen Blogeintrag

nicht jedermanns Sache

Wenn ich Gaben, Fähigkeiten, Fertigkeiten anderer Menschen anschaue, wahrnehme, beobachte, dann bin ich oft fasziniert, werde inspiriert, fühle mich motiviert. Wenn ich Gaben, Fähigkeiten, Fertigkeiten andere Menschen anschaue, schaue ich auf zu einem großen Gott, der für mich dahinter stehen muss, denn kann das Zufall sein? Wenn ich Gaben, Fähigkeiten, Fertigkeiten anderer Menschen wahrnehme, spüre ich einen kreativen Gott, der Freude am Schaffen, am Erschaffen hat. Wenn ich Gaben, Fähigkeiten, Fertigkeiten anderer Menschen beobachte, dann achte ich im Alltag auf Gott, dann wird er für mich sichtbar. Und das können ganz unterschiedliche Gaben sein, ganz unterschiedliche Situationen, ganz unterschiedliche Begebenheiten… Diesen Link habe ich geschickt bekommen und bin fasziniert von seiner Gabe Worte zu finden, aneinander zu binden, dass sie einen Sinn ergeben, der so tief ist, dass es in einem Mal anschauen und hinhören gar nicht zu erfassen ist. Ich bin dankbar für diesen Poetry-Slam. Die Art und Weise wie er sich ausdrückt, welchen Ton er anschlägt, ist sicher nicht jedermanns Sache, für manche sogar eher befremdlich, aber ich fühle mich verstanden und bin immer dankbar, wenn ich Menschen begegne (diesmal nur virtuell), die ähnliche Fragen haben und mich mit ihren Antworten inspirieren, motivieren  https://www.youtube.com/watch?v=uuo1SCLjolA&list=UUyWJGUeJk9kkTCU8H-BICaw&feature=share20150330_233401 (2)

Teile diesen Blogeintrag

Wahrheit

20150329_180611 (2)

Meine 3 ladies im Gottesdienst

18 Uhr Gottesdienst. Mich beschäftigt eine Sache in den letzten Tagen sehr. Das hat mit meiner Lebenssituation, mit meiner Persönlichkeit zu tun…Ich treffe meine Freundin, die, der ich zwischen Tür und Angel ganze Seelennöte offenbare…Ich weiß eigentlich, was ich in dieser meiner Situation zu tun habe, weiß, dass ich Entscheidungen getroffen habe mit deren Konsequenzen ich leben muss und damit umgehen lernen. Denn fast alles hat 2 Seiten, die schöne Seite und die Seite mit den Konsequenzen. Ich starte das Gespräch und wünsche mir Ermutigung, Relativierung…“Ach, Lissy, das ist nicht so, das empfindest du nur so. Du musst das lockerer nehmen.“ Das sagt sie nicht. Keine Seelenstreichler. Sie bleibt bei der Wahrheit, ungeschönt, wahrheitsgemäß…und dafür bin ich dankbar. Ich habe Entscheidungen getroffen und die haben Konsequenzen, das runterzuspielen wäre falsch, auch wenn ich mir das manchmal wünschen würde. Und die Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe und das Verstehen meiner Freundin schätze ich sehr. Nein, es ist nicht bequem, aber wahr und das hilft mir und dafür bin ich dankbar.

Teile diesen Blogeintrag