Alltagsfreuden

Gutscheine sind so schöne Geschenke. Vor allem, wenn sie von Läden sind, deren erste Priorität Schnick Schnack ist, nicht Nützliches. Die eine Vorliebe für Schönes haben, nicht für Praktisches. 20150507_131449_20150507220338624Die einen Blick für die kleinen Alltagsfreuden haben… Zwei solcher Gutscheine habe ich im letzten Jahr geschenkt bekommen und in dieser Woche eingelöst. Und ich bin dankbar dafür, weil ich diese 2 wunderbaren Dinge sonst nicht gekauft hätte, weil deren erste Priorität nicht nützlich ist oder praktisch, sondern vor allem schön. Ich freu mich sehr an solchen Dingen in meinem Alltag und deshalb bin ich dankbar für die Gutscheine und die schönen Dinge, die mir im Alltag Freude bereiten.

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GlücksOrt

20150506_163310Einen einfach-so-Gruß habe ich heute von meiner Freundin geschenkt bekommen. Voll schön, voll lieb, voll ermutigend. Das allein wäre heute schon genug Grund dankbar zu sein. Aber der Spruch der Karte hat mich so schön getroffen, weil er so treffend ausdrückt, was ich auch als Wahrheit empfinde. Und für diese Wahrheit bin ich heute so dankbar! „Glück ist ein Ort.“ Glück ist ein Ort, mein Ort. Mein Zuhause. Da wo ich sein darf. Nach 14 Jahren Ehe beklagen sich manche über Routine, Langeweile, Alltag. Ich nicht. Ich feiere die Zugehörigkeit, das Gefühl von Sicherheit, zu sein ohne das Gefühl, mich dauernd erklären oder rechtfertigen zu müssen. Hier ist mein Glück, mein Platz, mein Ort. Hier werde ich an manchen Tagen einfach auch ausgehalten. Das braucht bei uns jeder mal. Eine meiner Töchter bekam heute ein mittlere bis große Krise und lebte diese ungehindert aus, emotional, irrational… An einem anderen Ort habe ich sie so noch nicht erlebt. Weil sie hier so sein kann. Hier ist ihr Ort. Hier muss sie sich nicht zusammenreißen, muss nicht funktionieren. Hier findet ihr Frust ein Ventil, weil es hier Raum dafür gibt. Auch ich brauche diesen Ort zum Zurückziehen, Ruhe finden, Frust loswerden. Es ist mein Glück solch einen Ort zu haben und solch einen Raum geben zu können, für die, die ich am meisten liebe. Mein Glück ist ein Ort, mein Ort. Mein Ort ist mein Zuhause. Mein Zuhause ist meine Familie und dafür bin ich dankbar.

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Nacht begrüßen

Es kommt echt selten vor, aber ich freue mich seit dem Aufstehen, heute Morgen, auf mein Bett, heute Abend.P1110359 (2) Aus der Müdigkeit habe ich heute keinen Weg herausgefunden. Und so bin ich jetzt dankbar und glücklich, dass meine Kinder schlafen, dass der Lärm der Ruhe weicht, dass das Licht der Dunkelheit weicht und das Wachsein dem Schlaf. Ich mache es mir gemütlich mit warmen Tee und einem Buch. Meine To-do-Liste hat noch offene Fenster, aber die schließe ich heute nicht mehr. Ich lasse den Tag Tag sein und begrüße die Nacht…ein wundervoll wohltuender, entspannter Moment.

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Erweiterung

Ich bin keine Küchenfee und keine Kräuterfee. Genau genommen bin ich gar keine Fee. Ich bin nicht gerne in der Küche und bin tatsächlich der Meinung, dass gutes Essen zubereiten eine Gabe ist. Wenn alles richtig gewürzt, aufeinander abgestimmt ist…gutes Essen, wunderbar. (Ich war mal zum Essen bei einer Freundin und es gab Wirsing und Lachs. Ich mag echt beides nicht, aber ihr Essen war so lecker gewürzt mit so einer leckeren Sauce, ich hab mir nochmal genommen, weil ichs so gut fand. Sie hat z.B. diese Gabe.) Bis ich Mutter wurde habe ich nicht gekocht. Meinen Mann hat das nicht gestört. 20150504_122524Wir haben viel Brot gegessen. Mittlerweile kann ich Essen für meine Familie zubereiten. Aber unser Speiseplan ist überschaubar. Deshalb habe ich mich entschlossen im Jahr 2015 jeden Monat 1 neues Gericht oder Beilage oder Salat auszuprobieren. Für manche ist das natürlich nicht viel. Für mich ist es Überwindung und ein Verlassen meiner Comfortzone. Und wofür ich heute dankbar bin? Ich habe heute etwas Neues ausprobiert, einen Couscoussalat. Mein Mann macht abgefahrene Sachen, ist immer offen für Neues und wagt immer mal wieder was Anderes. Aber wenn ich was Neues koche ist er nicht so mutig, nicht so offen für Neues. Meine Mittlere fragt immer: Wieso gibt’s keine Nundeln? und meine Größte? Die probiert alles. Sie hat mich heute dankbar gemacht, weil sie sagte: „Klingt komisch, aber probiere ich.“ Es hat mir heute gefallen wieder etwas Neues auszuprobieren, ich bin dankbar, dass meine Große mutige Probiererin ist und der Couscoussalat ist eine Erweiterung unseres Speiseplans.

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unverdiente Zuwendung

Er hat nach Jahren einen Fehler gemacht, hat sie verletzt, hat ihr Herz gebrochen. Nach unsicheren Wochen entscheidet sie sich für die GNADE. Ein neuer Start, ein Neuanfang mit offenem Ende… Ich bin beeindruckt von der Entscheidung dieser Frau. Es ist nicht selbstverständlich, nein, sogar außergewöhnlich zu versuchen zu verzeihen, zu versuchen gnädig zu sein. Denn es ist nicht gerecht, es ist nicht verdient, es ist nicht fair, vielleicht sogar unvernünftig. Aber, es ist gelebte Gnade. Ein Wort, das lebendig wird. Ein Begriff, der eine so tiefe Bedeutung hat und an Lebendigkeit und Wert zu verlieren scheint. Gnade: wohlwollende, freiwillige, unverdiente Zuwendung. Gnade, ich brauche sie im Umgang mit anderen, ich erfahre sie im Umgang mit anderen. Ich bin dankbar für Gnade und für einen gnädigen Gott. P1090914Psalm 108,5: Herr, deine GNADE reicht so weit der Himmel ist, und deine treue Treue, so weit die Wolken gehen. 

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ganz normal

20150502_071304Einen Tag in Ruhe zu beginnen, gehört zu den schönen Momenten am Tag. Heute Morgen war ich wieder anzutreffen, in der Zwischenzeit, wenn die Nacht noch nicht vorbei und der Tag noch nicht begonnen hat. Ich entschließe mich, weil alle immer noch schlafen, einen kurzen Spaziergang zu machen. Es riecht nach nasser Erde, nach nassem Gras, nach Regen. Es ist schön, so früh hier draußen. Und ich begegne den richtigen Frühaufstehern auf dem Markt. Hier ist von der Zwischenzeit nichts mehr zu spüren, hier ist der Tag schon richtig im Gange. Ich treffe die fröhlich freundliche Blumenfrau und kaufe mir zur Erinnerung an diesen schönen Morgen wunderschöne Rosen. Zu Hause ist alles immer noch still. Ich mache mir ein bisschen Sorgen, so lange schlafen meine Mädels sonst nicht. Ich linse in die Betten und vernehme tiefe ruhige Atemzüge. Wieder eine ganz normale Nacht, wieder das ganz normale Leben, für das ich dankbar bin. Und dankbar genießend trinke ich meine erste Tasse Milchkaffee, freu mich an den wunderschönen Rosen, lese…Ich liebe die Ruhe bevor der Tag beginnt mit seinen Freuden und Tränen, mit seinen Glücksmomenten und Herausforderungen, mit dem Besonderen und Normalem…ich bin dankbar für mein ganz normales Leben.

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Selbstbewusstsein

Ich bin eine Sprücheliebhaberin, in kurzen Sätzen Wahrheiten, Weisheiten, Werte verpackt. Die sich einprägen, die begleiten, die erinnern. Der Spruch, der mir heute begegnet ist, ist Ausdruck eines Prozesses. Beginn: „Sei du selbst, (denn alle anderen sind schon vergeben).“ Nicht so wie andere es wollen, von dir erwarten und nicht so, wie du es selber von dir erwartest, sondern so, wie du bist. Selbstbewusstsein entwickeln, Bewusstsein für sich selber. Wahrnehmen, wie ich bin. Wie viel Kraft habe ich, was für Gaben und Fertigkeiten. Bewusstsein für sich selber entwickeln, um Verantwortung für sich selber zu übernehmen. In guter Art und Weise. Sich selber annehmen lernen, sich selber stehen lassen können, ohne zu bewerten, zu sich selbst zu stehen. Ein wunderbarer Lebensstil, ein lernbarer Lebensstil. Ein Unikat sein, sich nicht in Formen pressen lassen, die genormt sind. Was genau ist die Norm und wer legt diese fest? Wer füllt die Norm mit Maßen? Und in der Selbstannahme, den anderen annehmen können, stehen lassen können, ohne zu bewerten. Ich bin dankbar für diesen Anstoßgedanken heute, für diese Art der Prägung, Begleitung, Erinnerung…20150501_173216_20150501224037258

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besondere Zeit

20150430_151325_20150501120035210Für Gelegenheiten wie heute bin ich total dankbar!!! Meine Kleinste war in guten Händen und so konnte ich mit meiner Großen und Mittleren ins Schwimmbad gehen. Und ich genieße total und ganz extrem diese unbeschwerten Momente mit meinen Kindern. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mit so einem Dauerton unterwegs bin: „Bitte, putzt euch jetzt die Zähne.“ „Nein, jetzt gibt es keine Süßigkeiten mehr.“ „Komm, mach deine Hausaufgaben, dann können wir raus.“ „Jeder nimmt seinen Teller mit in die Küche.“ „Bitte wirf die Kleidung nicht einfach auf den Boden.“… An manchen Tagen finde ich das total anstrengend. Spaß macht mir das  nicht und meinem Naturell entspricht das auch nicht unbedingt. Wie schön diese Zeiten zu haben, besondere Zeiten. Die uns allen Freude machen und Spaß haben entspricht jedem Naturell.

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Blick wechseln

Ahhh, ich bin begeistert. Heute kaufte ich mir die Zeitschrift flow und als ich sie zu Hause aufs Bett warf, zur Vorfreude als Abendlektüre, da klappen die Seiten auf und mein Blick fällt auf ein Dankbarkeitstagebuch, das im Innenteil zur Benutzung bereit liegt. Wie cool ist das denn? Und ich glaube, dass es mich so freut, weil man den Begriff der Dankbarkeit und die damit verbundene innere Haltung immer häufiger antrifft. Die Motivation, die Inspiration, die Erinnerung darauf zu schauen, was dankenswert ist, was gut ist – in allen Sorgen, Nöten und Ängsten, die auch in unserem Leben sind. Das gefällt mir so arg. Das spricht mich so an. Und es gefällt mir , dass Dankbarkeit nur durch ein bewussteres Wahrnehmen beginnt. Um dankbar zu sein braucht es20150429_183054 keinen besseren Beruf, nicht mehr Geld, keinen volleren Schrank…Nein, den Blick wechseln, die innere Haltung verändern, sich inspirieren lassen. Heute bin ich dankbar für die Dankbarkeit. Sie entsteht in mir, fokussiert meinen Blick, bereichert mein Leben. Ich schätze sie, lebe sie, feiere sie.

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zweckfrei

Heute bin ich voll dankbar für einen ganz zweckfreien Abend. Wenn ich abends das Haus verlasse, dann meistens wegen Elternabenden, Besprechungen oder ähnliches. Heute war ich mit einer Freundin verabredet, die ich schon lange nicht mehr getroffen hatte. Meine Tochter sagte, als ich mein Augen Make-up intensivierte: „Du musst dich doch nicht so schick machen für deine Freundin.20150428_202635“ Nein, muss ich nicht. Aber ich feiere die Feste wie sie fallen und ein zweckfreier Abend ist ein Grund zum Feiern. Das könnte jetzt nach: „ohh, ich kann nie weg“ klingen. Doch, das kann ich mir organisieren. Mein Mann ist zwar oft abends unterwegs, aber es gibt liebe Menschen (z.B. unsere Mitbewohnerin), die auf meine Kinder aufpassen. Aber ich bin so ein Hausmütterchen geworden. Ich mag meine Abende zu Hause voll doll und deshalb verabrede ich mich nicht so häufig. Aber Feste feiert man ja auch nicht ununterbrochen. Heute  habe ich einen zweckfreien Abend mit meiner Freundin gefeiert, für den ich dankbar bin.

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weggesetzt

20150427_110328Ich hatte heute Besuch, mal wieder, der so überflüssig ist, so gar nicht inspirierend, so lahmlegend. Neben mir saß die Anklage und der Vorwurf und die redeten unglaublich viel auf mich ein. Alles drehte sich ums Muttersein und die Schuldfrage. Kennt noch jemand außer mir das Problem der Schuldfrage? Ein Verhalten von einer meiner Töchter, eine Bemerkung von jemandem oder meine eigene Beobachtung und schon dreht sich das Rad. Was habe ich falsch gemacht? Hätte ich Vorzeichen erkennen können und damit die Situation vermeiden?  Hätte ich auf die und die Situation anders (und anders bedeutet besser) reagieren können, dann wären wir jetzt nicht an diesem Punkt? Es ist unfassbar, dass ich einen Terminkalender brauche um unser Leben auf die Reihe zu bekommen, weil ich alles vergesse. Ich kann mich aber an alle Schwangerschaftssituationen erinnern, an alles, was vielleicht zu viel Stress für meine Kinder war, an alle möglichen Details unserer Umzüge, an jede Situation, in der ich glaube, als Mama versagt zu haben… Aber ich bin heute dankbar, dass ich mich weggesetzt habe, innerlich habe ich den Platz gewechselt, bin gegangen und habe den Vorwurf und die Anklage sitzen lassen. Ich bin lange genug mit mir selbst unterwegs, deshalb weiß ich, dass an manchen Tagen mein Gefühl nicht die Wahrheit ist. Ich bin für konstruktive Kritik und für Selbstreflektion, für ein an-sich-arbeiten, aber der Tag ist zu kurz und damit zu wertvoll, um ihn mit Vorwürfen zu polstern. Das gelingt mir nicht immer, aber heute und dafür bin ich dankbar!

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PlanBar

Meine Kinder waren super im Spiel miteinander, sogar die Kleinste mit integriert. So wurde aus meinem Esstisch in kürzester Zeit und für kurze Zeit eine PlanBar. Ich bin ein ziemlich chaotischer Mensch, der schon immer Listen, Kalender usw. liebt, aber sich in den seltensten Fällen daran hält. Mittlerweile ist mein Leben mit 3 Kindern ohne diese Listen, Kalender etc. für mich nicht denkbar. Irgendwie kann ich all die Dinge nicht in meinem Kopf abspeichern. Und da ich ein Fan von Papier und Stift bin, nutze ich diese zur Planung. Und in den letzten Wochen habe ich es wieder ziemlich schleifen lassen mit der Planung. Und das merke ich. Das Leben ist sowieso schon chaotisch genug und birgt viele Überraschungen… Deshalb habe ich mich hingesetzt, alle Terminzettel, Einladungen, Notizzettel vor mir ausgebreitet und meine Woche geplant. Und ich muss es einfach sagen: das fühlt sich so gut an. Geplant, strukturiert in die Woche zu starten ist etwas wunderbares. Ich kann nicht alles planen und das Leben birgt immer Ungeplantes, aber ich muss nicht mit meinem Chaos im Kopf alles noch verwirrter machen.  Die Woche wird nicht besser und toller dadurch, aber für mich übersichtlicher. Und für diese Zeit des Spielens meiner Kinder, die ich zum Planen nutzen konnte, bin ich heute voll dankbar. Denn es fühlt sich einfach gut an.20150426_153650

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grün

Mein Mann arbeitet das keine-Ahnung-wievielte-Wochenende in Folge. Meine Grundstimmung, genervt. Aber ich habe mich für diesen Samstag mit meiner Freundin verabredet, der es nicht anders geht. Unser Tag verläuft schön, unsere Kinder verstehen sich, wir unterhalten uns. Trotzdem ist der Tag lang, kommt mir zäh vor. Ich bin nach der letzten Nacht, die super unruhig war, mit meiner Jüngsten, müde und kaputt. Und dann fehlen mir Puffer und ich fühle mich schnell überreizt. Ich kann das schlecht in Worte fassen und kann auch beim Reflektieren keinen nennenswerten Grund finden. Zum Abschluss schlägt meine Freundin vor in den Wald zu gehen. Das tun wir dann auch. Und die Wirkung vom Wald auf mich, ist jedes mal dieselbe. Ich werde ruhig, innerlich. Der Wald beruhigt mich. Dieses fantastische Grün, dieses unendliche Blätterdach. Innerlich fahre ich automatisch runter. Der Geruch von regennasser Erde, das Zwitschern der Vögel, das wunderschöne Grün. Mein Beruhigungsort, mein Ruhepol, meine heutige Insel. Wie schön, dass es Natur, dass es Wald gibt. Heute bin ich dankbar für diese wunderbare Erfindung, eine Ansammlung von Bäumen, Wald eben.IMG-20150425-WA0003IMG-20150425-WA0000

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Geschichte schreiben

Wir haben ein Leben auf dieser Erde. Eine Chance Chancen zu nutzen, unsere Geschichte zu schreiben, zu gestalten, mit zu entscheiden. Und deshalb mag ich Biographien, i20150424_163728n Lebensgeschichten mit hineingenommen zu werden. Und ich mag nicht so sehr die Aneinanderreihung der Begebenheiten, der Ereignisse, der Stationen. Eine gute Biographie ist für mich, wenn ich in Gedankengänge Einblick bekomme, in Entscheidungsprozesse, in Resümees. Und die lebendigsten Biographien sind die, die mir im Gespräch gegenüber sitzen. Wenn Gedanken, Entscheidungsprozesse, Resümees unterstrichen werden mit Gestik, mit Mimik, mit der Gegenwart des Geschichtenerzählers. Unsere Kinder sind in ihren Programmen, in unserer Gemeinde und wir sitzen zusammen bei Kaffee und Kuchen. Ich hörte zu, durfte Fragen stellen. Keine leichte Geschichte hat mein Gegenüber. Ein schwieriger Weg liegt hinter ihr. Es ist interessant, eine ganz andere Welt, die sich vor meinem inneren Augen darstellt durch ihre Erzählung. Sie ist ausgesöhnt mit sich und ihrer Geschichte. Sie scheint nicht zu hadern, fragt nicht nach dem warum, sondern hat den erlebt, an den wir beide glauben, hat Vergebung erlebt. Sie ist frei, weil sie versöhnt ist mit Gott und sich selber. Ich bin dankbar für ihre Geschichte, dass sie mich hat teilhaben lassen, dass ich hören darf, was sie daraus gelernt hat. Wir haben ein Leben auf dieser Erde. Eine Chance Chancen zu nutzen. Sie hat ihre Chance genutzt, hat neue Entscheidungen getroffen, hat noch einmal von vorne angefangen ihre Geschichte zu schreiben, zu gestalten, mit zu entscheiden…

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Lieblingswort: Eis

Es ist ein unglaublicher Prozess, der in so vielen Feinheiten, in so vielen Facetten, in so vielen Nuancen abläuft. Nicht sichtbar, nicht fühlbar, aber hörbar. Von all den Worten, die meine Jüngste20150414_130058 in ihrem Leben reden wird, ist Mama das erste gewesen und heute folgte das zweite – klar, verständlich, in der Aussprache einwandfrei: Eis. Ich hielt es in der Hand und sie freute sich riesig auf den bevorstehenden Genuss und rief: Eis. Zu beobachten wie alles erlernt wird, finde ich eines der faszinierenden Dinge im Alltag mit Kindern. Ich kann reden, kann Worte, Bezeichnungen, Formen finden um mich auszudrücken und doch bin ich angesichts dieser Lernprozesse sprachlos. Sprachlos darüber, wie meine Kinder sprechen lernen, wie sie lernen Worte zu finden, wie sie lernen Situationen zu beschreiben, Gefühle in Worte zu fassen… Und für diesen Prozess bin ich heute dankbar. Denn eine große Herausforderung für mich als Mama war/ ist das Deuten der Säuglingssprache. Hunger, Durst, müde – wieso mein Kind weinst du? Ich freue mich über jedes Wort, das meine Kinder lernen, vielleicht, weil ich Worte an sich so liebe, vielleicht, weil ich meinen Kindern besser eine Lösung anbieten kann, wenn sie sagen, wo der Schuh drückt. Ich bin dankbar für diesen Wortelernprozess, dankbar für jedes Wort und heute ist mein Lieblingswort Eis.

 

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herzlichen Glückwunsch

Als ich heute Morgen mit meinen 3 Töchtern das Haus verlasse, begegnen wir einer älteren Frau. Sie beobachtet uns und fragt mich dann: „Sind das Ihre 3 Töchter?“ Ich bejahe das, worauf sie sagt: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 3 wundervolle Töchter.“ Ich bedanke mich und gehe mit dieser Gratulation durch den Tag. Eigentlich gebe ich diese Gratulation schon weiter an Gott, denn diese meine Kinder sind nicht mein Verdienst. Meine Töchter sind mir von dem anvertraut, der Leben ins Leben ruft. Sie sind mir anvertraut, um sie ins Leben zu lieben, sie durchs Leben zu begleiten, ihnen den Rücken zu stärken. Ich habe sie mir nicht verdient, sie sind mir geschenkt. Ich bin eine Beschenkte. Diese Frau heute Morgen kennt meine Kinder nicht. Unwissend spricht sie eine Wahrheit aus, für die ich heute dankbar bin. Es sind wundervolle Kinder – Kinder voller Wunder. Und früher habe ich mich oft darüber gewundert, dass aus ein und derselben Familie, so unterschiedliche Charaktäre herauskommen. Ich dachte, sie haben doch alle dieselbe Erziehung gehabt. Und jetzt? Meine Persönlichkeit, mein Charakter trifft auf 3 völlig verschiedene kleine Persönlichkeiten. Sie sind schon wer. Ich mache sie zu niemanden, sie sind schon jemand. Und dieses schöne Kompliment und diese Wahrheit möchte ich mit euch teilen. Mit all euch Mamas, die ihr diesen Blogeintragt lest (ob ihr eines oder mehrere habt): „Herzlichen Glückwunsch, ihr habt wundervolle Kinder – Kinder voller Wunder.“ 20150422_175541_20150422220032559

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wunderbare Erfindung

Ich weiß gar nicht, wie ich den Beitrag heute in Worte fassen kann, weil die Sache an sich so simpel ist und dadurch nicht zu erklären. Und nicht nur heute, sondern an ganz vielen anderen Tagen bin ich dafür dankbar: fürs Lachen. Ich lache unheimlich gerne. Grinsen, lächeln, lachen bis hin zu Lachflashs (so nenn ich die Situationen, in denen ich nicht mehr in der Lage bin zu erklären, was so lustig ist und mir die Tränen laufen). Ich finde lachen entschärft, entwaffnet, befreit, macht locker, macht fröhlich und tut gut. Immer und immer wieder aufs Neue. Es können Sprüche von meinen Kindern sein oder der Humor meines Mannes, ein Spruch, der in meiner Fantasie sofort Bilder entstehen lässt, über die ich dann lachen muss, es kann ein Blick sein, eine Geste, manchmal auch eine Erzählung von jemandem, die mir wieder einfällt… Lachen ist etwas wunderbares, eine wunderbare Erfindung.20150421_160150 Als Bildbeitrag habe ich heute einen Brief von einer Freundin aus Afrika fotografiert (Danke Dir!). Sie hat mir auch etwas übers Lachen geschrieben. Das passt.

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Mamaalltag

Der erste Milchkaffee am Morgen; die Freundin meine Tochter, die sie an die Hand nimmt und mit ihr durch die Schultür geht; die Freundin meiner Mittleren, die am Vormittag da war, weil der Kindergarten streikt; meine Freundin, die mich heute Morgen für eine Stunde besucht – sie gehört zu den Frauen, die mich inspirieren; Nudeln mit Bolognesesauce geht immer; das Kompliment meiner Großen20150420_181642; der Spielplatznachmittag, mit dem Bonus eine Freundin zu treffen, mit der ich mich so gut unterhalten kann; meine Jüngste, die immer und immer wieder ihren Bauchnabel sucht und in Begeisterung ausbricht, wenn sie ihn zum 10. Mal entdeckt hat; die Waschmaschine, die zum 3. Mal heute ihre Runden dreht und für saubere Wäsche sorgt; Wasser zum Trinken und zum Duschen; 40 Leute abends in unserem Wohnzimmer…ein normaler Mamaalltag – zum Lachen, zum Lieben, zum Feiern, zum Danken.

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abgesagt

Es fiel mir so schwer. Der Gedanke abzusagen, Nein zu sagen, hatte sich gestern 0b36a6aba36c5da8a6aa1b3d566737a7schon vorgetastet, als ich erinnert wurde, dass ich etwas zugesagt hatte. Ich konnte mich erinnern: Vor Wochen hatte mich eine Person, die ich voll mag für etwas angefragt, was ich voll gut finde, in einem Moment in dem es mir voll gut ging und ich dachte: Was für ein volles Leben und ich mit dabei. Nach der Erinnerung gestern gings mir nicht mehr voll gut, weil ich wusste, das wird zu viel. Und das Problem, wenn es zu viel wird, ist, kaum einer um mich herum merkt es, aber meine Kinder und mein Mann bekommen es zu spüren. Und das will ich nicht. Es liegt in meiner Verantwortung meine Kraft einzuteilen und dafür zu sorgen, dass ich nicht genervt oder gestresst bin, anderen gegenüber voll freundlich, aber meine Kinder bekommen dauernd zu hören, ich kann jetzt nicht, ich muss das noch machen… Denn ich habe keine Betreuung für meine Kinder in all den Sachen, die nebenher laufen. Sondern, alle Dinge laufen in Gegenwart meiner Kinder, auf jeden Fall der Jüngsten, weil die noch nicht im Kindergarten ist. Also, habe ich Nein gesagt, weil ich verantwortlich handeln will, meiner Familie gegenüber und mir. Und obwohl mir das voll schwer fällt, weil ich Lust dazu hätte, weil ich es gerne allen recht machen will, weil ich die Beziehungsebene42dc3e4ed3b15fd92f600f9491c80898 der Person und mir nicht gefährden will, bin ich dankbar, dass ich es abgesagt habe. Und weil mir dazu keine Fotoidee kam, habe ich eben auf Pinterest „Nein“ eingegeben und 2 (für mich) treffende Sprüche gefunden, die ich mit euch teile.

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Koffer packen

Ich spüre die Verantwortung, die ich für meine Kinder habe. Welche Entscheidungen sind richtig, was muss ich alles bedenken, was wird zur Überforderung? Habe ich schon falsche Entscheidungen getroffen? Welche Auswirkungen werden sie haben, haben sie überhaupt Auswirkungen? Wie wird ihre Lebensreise aussehen, was muss ich jetzt schon in ihre Koffer packen, damit sie vorbereitet sind für ihre eigene Reise? In diese Gedanken kommt dann, durch das Gebet für meine Kinder, Vertrauen. Er, der sie ins Leben gerufen hat, wird mich leiten, wird sie leiten, wird ihr Seelen bewahren, wird Gelingen schenken, wird mitgehen. Ich bin dankbar für das Gebet für meine Kinder, es erleichtert mich, macht mich zuversichtlich und froh. Ich spreche aus, formuliere, benenne, was ich mir für ihr Leben wünsche. Auch heute Abend wieder und dafür bin ich dankbar.20150418_201230

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