Es gibt Situationen im Alltag, die sind mir unangenehm, da weiß ich nicht welche Worte ich gebrauchen soll und welche unausgesprochenen Botschaften ich sende. Heute ergab sich wieder mal eine Situation. Ausgelöst durch eine Bemerkung eines Kindes im Sandkasten auf dem Spielplatz über Sexualität, haben meine Mädels da nochmal Redebedarf. Ich muss erst wieder Worte finden, die nicht verniedlichen und trotzdem kindgerecht sind, zu erklären ohne zu überfordern und Werte zu vermitteln. Denn ich möchte meinen Kindern, so gut es geht, in guten Werten Wurzeln pflanzen. Ich empfinde oft, wenn ich Menschen reden höre, wenn ich Filme sehe oder Mädchen mit Jungs in Parks antreffe, bei denen man das Gefühl hat, dass sie gestern erst ihre Puppen in Kartons gepackt haben, dass viele wissen, wie Sexualität funktioniert, aber nicht
in welchen Rahmen sie gehört. Dass Sexualität nicht nur mit Gefühlen zu tun hat, sondern auch mit Verantwortung, für sich selbst und für den anderen. Und welche schwierigen Folgen schon sehr kleine Grenzüberschreitungen haben können. Heute bin ich dankbar, dass es zu so einer unangenehmen Situation kam, weil meine Mädels jetzt noch ganz kindlich zuhören und mit mir reden. Das wird nicht immer so sein…
kindgerecht
30 Donnerstag Jun 2016
Posted in Dankbarkeitsmomente

Das hat mir sehr gefallen. Anfang des Jahres habe ich mir in den Kalender für den 24.6. notiert: Weihnachtsgeschichte Lukas 2, 1-20 lesen. Gestern Abend kam ich nicht dazu. Aber ich habe es heute nachgeholt. Und habe mir dann die Zeit genommen in meiner Bible Art Journaling Bibel ein bisschen rumzubasteln. Wiederholung ist so wichtig für mich und Wiederholung heraus gelöst aus der Tradition so bereichernd. Deshalb bin ich dankbar für diese Zeit der Erinnerung und halte mich nach ein paar schwierigen Gesprächen (Also, die Gespräche mit meiner Freundin waren nicht schwierig, aber die Themen. Immer wieder zu merken, wie wir all die Probleme in dieser Welt nicht lösen könne.) an dem Vers heute fest: „Jesus kam nicht in diese Welt um sie zu richten, sondern um sie zu retten.“ Ich glaube das…immer noch!!!
Ein Anstoß von außen zur richtig Zeit…Heute habe ich es wieder sehr genossen mich mit einer Freundin zum gemeinsamen Gebet zu treffen. Unsere Gemeinde (Kirche) hat dazu eine Aktion gestartet. Sich eine Person zu suchen mit der man ein halbes Jahr einmal die Woche betet. Und es war so schön heute Morgen wieder gemeinsam zu reden, die eigenen Begrenzungen zu spüren und gemeinsam vor Gott zu bringen. Alles was uns Probleme und zu schaffen macht…Gott ist groß. Das gemeinsam zu glauben und sich gegenseitig daran zu erinnern…das war echt schön heute!
Sommer ist, wenn der Start in den Tag mit den 6 Uhr Glocken auf dem Balkon statt findet. Weil es warm genug ist, weil es sommerlich ist. Heute bin ich genau dafür dankbar: den Start in den Tag auf dem Balkon, den Vögeln bei ihrem Morgenlied lauschen, sich der Aufgaben für heute bewusst sein, um für Ungeplantes gewappnet zu sein, einen guten Gedanke als Begleiter mit in den Tag nehmen. Und als meine Größte aufwacht und mich auf dem Balkon findet, sagt sie: „Oh Mama, das sieht aus wie im Urlaub.“ Urlaubsfeeling schon am Morgen. Schön!
Es sind die ganz kleinen Momente, kaum wahrgenommen, fast verschwommen in der Dunkelheit, in den Schwarztönen der Nacht. Meine 3 sind abends in ihren Betten eingeschlafen. Nachts kommt eine zu uns ins Zimmer: „Mama, ich hab schlecht geträumt.“ Es ist nicht viel nötig, kein Erklären, kein Erzählen, keine tröstenden Worte. Sie grabbelt einfach mit unter die Bettdecke, sucht Trost bei denen, da aus Liebe Leben wurde. Sie legt sich hin, hört auf das gleichmäßige Atmen und murmelt: „Jetzt ists wieder gut.“ Und ich schaue dankbar in die Dunkelheit, in die Schwarztöne der Nacht und kann nicht fassen, dass wir es sind, die einer Kinderseele Geborgenheit schenken dürfen. Ohne Erzählen, ohne tröstende Worte, nicht einmal eine Umarmung, einfach weil wir sind, weil wir ihre Eltern sind. Was für eine schöne Verantwortung.
Es bleibt – sie fasziniert mich, imponiert mir, motiviert mich und ich lerne. Heute bin ich auf das Buch Nehemia gestoßen und an den Randnotizen erkenne ich, dass es mich schon einmal fasziniert, imponiert, motiviert hat. Und an den Texten der Bibel liebe ich, dass man sie immer und immer wieder lesen kann. Weil sie ihre Brisanz nicht verlieren, weil sie nicht altmodisch und veraltet sind, weil ihre Relevanz über die Jahre die gleiche bleibt, weil sie Geschichten von Menschen schreibt, in sich trägt, weiter erzählt. Und weil der Mensch über all die Jahre genau das bleibt: ein Mensch. Heute bin ich sehr fasziniert über einen Mann, der einen, der seinen Weg geht. Der eine Not sieht, diese zu seiner Not wird und er sich für deren Lösung einsetzt. Es ist so gut geschrieben, dass ich richtig gebannt die ersten Kapitel las. Dankbar für diese lebendige Bibelerfahrung. Habe wieder mal ein Vorbild getroffen.
Es ist nicht leicht und doch so wichtig. Und an der ein oder anderen Stelle kostet es Mut, weil vieles beliebiger zu werden scheint. Heute bin ich so dankbar für ein Telefonat mit einer Freundin. Ich war richtig aufgeregt, als sie mir ihre Situation erzählte und konnte richtig spüren, wie es ihr ging. In öffentlichem Rahmen hat sie Position bezogen, ist zu ihren Werten gestanden und hat zum Ausdruck gebracht mit was sie einverstanden ist und mit was nicht. Sie konnte nicht wissen was sie damit auslöst und hat nicht damit gerechnet, aber der Widerstand war groß. Ein Thema, das eigentlich auf Sachebene behandelt werden sollte, professionell und respektvoll, wurde zu einem persönlichen Problem. Und ist das nicht aber ein grundsätzliches Problem? Weil alles möglich sein soll, verlieren gute Werte an Bedeutung und man wird als intolerant, kleinkariert und nicht weltoffen bezeichnet. Obwohl es um Fakten geht, um ein sachliches Anliegen. Verlieren wir in unserer Gesellschaft die Fähigkeit differenziert zu denken und darüber reden zu dürfen ohne abgeurteilt zu werden? Sind Werte nicht sehr wichtig, damit eine Gesellschaft funktioniert und haben wir nicht auch diese große Flüchtlingssituation, weil in vielen Ländern bereits gute Werte verloren gegangen sind, eine andere Meinung nicht bestehen darf und bestimmte Menschen glauben, dass ihre Werte die einzig richtigen sind, sie nicht mehr in ihrem Handeln und Denken hinterfragt werden dürfen, denn alle anderen haben Unrecht? Ich bin heute so dankbar dafür, dass meine Freundin zu ihren Werten gestanden ist und Position bezogen hat. Sie hat diesen Widerstand heute aushalten müssen und das war sehr unangenehm, aber sie hat ein Zeichen gesetzt, ein gutes. In einem Interview habe ich diese Woche gelesen: „Wir müssen da mit der Gesellschaft gehen.“ Aber wo geht eine Gesellschaft hin ohne allgemeingültiger Werte, die wertvoll sind?
Das war mal wieder eine echte Alltagslektion, die ich aus dem heutigen Tag mitnehme. So intensiv, und heute tatsächlich durch 3 unterschiedliche Situationen mit dem gleichen Inhalt, erlebt. Manche Tage sind so lehrreich. Ich musste heute wieder einmal lernen, dass ich es nicht allen Menschen recht machen kann, dass ich nicht alles richtig machen kann, dass ich Erwartungen anderer enttäusche. Das macht mir sehr viel aus, weil ich es allen recht machen will, weil ich alles richtig machen will, weil ich alle Erwartungen erfüllen will. Und es war mir so unangenehm heute wieder ganz hautnah zu erleben, dass ich das nicht hinbekomme. Ich muss lernen: Die Erwartungen anderer Menschen sind genau das – die Erwartungen anderer Menschen. Und ich meine das überhaupt nicht trotzig, nach dem Motto: So dann eben nicht. Und: Sollen sie doch von mir denken was sie wollen. Nein, gar nicht. Ich kenne zwar sehr gut trotzige Gedanken, obwohl ich rein theoretisch seit ungefähr 32 Jahren nicht mehr im Trotzalter bin. Aber ich weiß, dass Trotz und negative Abgrenzung gegenüber anderen, mir keinen inneren Frieden bringen. Und deshalb waren die 3 Lektionen heute wieder so wichtig und gut. Weil es nicht um elementare Dinge ging, ich niemanden verletzt habe und trotzdem oder vor allem mir selber klar werden musste: Was sind mein Prioritäten, die für mich und meine Familie wichtig sind? Was kann ich leisten und wo kann ich etwas nicht machen, auch wenn die Erwartungen anderer im Raum stehen und ich merke: das schaff ich nicht oder sogar: ich will das gar nicht. Solche Tage sind so unangenehm, weil ich diese Situation einfach aushalten muss. Aber sie sind auch so wunderbar, weil ich wieder etwas für mich dazu gelernt habe. Deshalb bin ich heute für diese unangenehmen Dinge dankbar, weil sie mir heute wieder etwas wichtiges über mich und meine Art das Leben zu gestalten gezeigt haben.
Es ist trüb, aber nicht dunkel. Nass, aber nicht unangenehm. Mit meinen ladies das Haus verlassen, in den Regen gehen. Sich vom Regen einnehmen lassen. Geruch von nassen Blüten, feuchtem Gras, tropfender Luft. Die Nässe spüren auf der Haut. Sich selbst im Regen wahrnehmen, fühlen, spüren. Regentropfen, die in Pfützen Kreise tanzen, wie ein Uhrwerk unaufhörlich ineinander greift. Regen – ausdauernd, gleichmäßig. Schon fast rhythmisch, einer unhörbaren Melodie folgend mal schneller werdend und wieder langsam. Bahnt sich seinen Weg vom Himmel, über Asphalt, durch jede Ritze. Einen Regenwurm entdecken, die glitschige Oberfläche spüren, Achtsamkeit, Behutsamkeit lernen, Feinmotorik trainieren. Nass werden mit dem Wissen ein Zuhause zu haben, sich umziehen können, warmen Kakao trinken, aufs Sofa kuscheln, Geschichte lesen. Regen, du wundervolle Schöpfungsidee eines kreativen Schöpfers. Regen, du kannst so wunderschön sein.
Haustür zu. Es ist dieser kurze Augenblick zwischen der chaotischen Anziehsituation und dem Weg der vor uns liegt. Oder wenn ich die Brotdosen meiner Kinder schließe. Oder wenn ich ein Buch lese und es mich in der Art wie es geschrieben ist, total trifft. Oder wenn ich meinen Milchkaffe trinke, selbst, wenn ich knapp dran bin und ihn im Stehen in der Küche trinke. Es ist wirklich seltsam, aber ich bin mir in diesen Augenblick des Lebens so bewusst. Obwohl in keinem dieser Augenblicke etwas spannendes ist, sind das kurze Alltagsaugenblicke, die mir ganz bewusst sind und ich mich in meinem Leben wahrnehme. Und ich mag das und deshalb bin ich dankbar dafür. Auch wenn es vielleicht etwas seltsam ist…
n auf dem Markt gekauft, meine Töchter von der Schule und dem Kindergarten abgeholt und kurzerhand ein Mittagessenspicknick im Park gemacht. Das war so schön! Auf der Wiese saßen schon einige Jugendliche zusammen und hörten ziemlich laut Musik. Meine Tochter meinte: >Oh, wie toll und dann noch Musik zum Mittagessen.< Und mit den Worten meiner anderen Tochter ausgedrückt, die in Momenten der totalen Zufriedenheit oft den Satz sagt: >Herrliches Leben.< Egal, was heute noch kommt, ich bin dankbar das wir den gestrigen Sommertag zum Familienpicknick nutzten.
Es piept als ich mit meiner Kleinsten den Laden verlassen will. Ich bin erschrocken, weil ich alles bezahlt und nichts einfach so habe mitgehen lassen. Und dann entdecke ich es: Während ich bezahlte, hatte ich den Buggy mit meiner Kleinsten an der Seite stehen lassen. Und weil sie das Verdeck vom Buggy so liebt, will sie es immer ganz weit zu haben. Und dann sehe ich nur ihre Füßchen, die in ihren Gummistiefeln stecken. Während ich also bezahlte, zog sie einen Strohhut aus dem Regal und den entdeckte ich als ich jetzt in den Buggy sah. Und außer ein breites Grinsen von ihr verdeckte der Hut ihr ganzes Gesicht. Ich musste so lachen…lässt die einfach einen Hut mitgehen. Später am Tag muss ich immer mal wieder grinsen oder lachen, weil eines meiner Kinder irgend etwas sagt oder macht, was lustig ist. Wenn ich eins am Mamasein liebe und dafür bin ich heute dankbar, dann die vielen Gründe im Alltag, die mich zum Lachen bringen oder mich amüsieren. Ich lache meine Kinder nicht aus, aber ich genieße die verschiedenen lustigen Situationen, mal ein sinnfreier Satz, ein Gesichtsausdruck oder so eine Ladenaktion von heute morgen. Mit Kindern lachen. Schön!!!
Die Situation mit den vielen Menschen, die ihre Heimat verloren und eine neue Heimat hier suchen, fordert mich und überfordert mich auch immer mal wieder. Es treffen einfach so unterschiedliche Kulturen aufeinander. Das Ziel war, Frauen in dem Nähprojekt für Flüchtlinge, dem Zauberfaden, unterzubringen. Zuerst bei den Frauen, auch nachdem wir dort waren, helle Begeisterung. Ja, da wollen wir hin. Endlich Beschäftigung. Raus aus unseren Unterkünften, wo jeder Tag gleich ist. Für gestern hatten sie zugesagt, zum Arbeitsbeginn. Die Reaktionen immer wieder, wenn ich sie an den Termin erinnere, verhalten. Aber ich wünsche mir so, dass sie dort Fuß fassen. Denn der Zauberfaden verteilt nicht nur für fünf Stunden Arbeit am Tag…Es gibt Deutschunterricht. Viele bekommen in ihrem momentanen Status keine Deutschkurse. Es werden gemeinsame Mahlzeiten eingenommen. Gemeinschaft gefeiert und nicht wie in den Zimmern, die im Moment viele ihr Zuhause nennen, mit dem Teller auf dem Schoß essend. Es wird langsam an Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gewöhnt. Denn das ist in Deutschland ein hoher Wert! Am So. Abend nach längerem Gespräch, die Absagen. Nein, sie wollen doch nicht dort arbeiten. Der einen verbietet es schlichtweg der Bruder. Bei den anderen kommen Dinge hervor, mit denen wir immer wieder konfrontiert werden. Falsche Erwartungen, falsche Gerüchte. Z.B., wenn man in Deutschland arbeitet, bekommt man kein Aufenthaltsrecht. Das es genau umgekehrt ist und die Chancen steigen, braucht einiges an Gespräch. Oder, wenn man jetzt eine Tätigkeit beginnt, z.B. nähen, muss man das für den Rest seiner Zeit in Deutschland machen. Das sind 2 von keine Ahnung wie vielen Vorstellungen. Integration ist ein schwieriges Wort. Schwierig zu schreiben, noch schwieriger zu leben. Aber unumgänglich und dringend notwendig! Heute bin ich dankbar, dass eine Frau im Zauberfaden begonnen hat zu arbeiten . Denn dieser ist nicht einfach nur ein Arbeitgeber, sondern ein Integrationshelfer. Und ich bin dankbar, dass heute Abend mein Mann in unserer Kirche sitzt mit einigen Leuten aus unterschiedlichen Ländern…Sie machen einen Alphakurs, auf Farsi. Denn jede weite Wegstrecke wird mit vielen kleinen Schritten bewältigt.

er sehr bewusst. Weil ich es mir so anders wünsche!! Ich habe eine Freundin, mit der kann ich unentwegt darüber reden, wie wir uns das mit unseren erwachsenen Töchtern wünschen. Und ich bin so dankbar für diese Gespräche, weil sie mich schon jetzt aufmerksam machen, was kann ich schon jetzt investieren und in meinem Verhalten reflektieren, dass meine Töchter gerne mit mir zusammen sind. Das ist natürlich keine Garantie, aber ein erster Schritt. Und ich bin dankbar, dass ich in der Stadt eine junge Frau getroffen habe, so um die 21 Jahre alt. Sie fragte mich, ob ich eine Idee hätte, was sie ihrer Mama zum Geburtstag schenken könnte. Ich sagte: >Zeit.< Wenn meine Töchter mir in ihrem Alter einen Gutschein für ein gemeinsames Frühstück oder Kinoabend oder so etwas schenken würden, wäre ich die glücklichste Mama der Welt. Wenn meine Tochter dann echt Lust hätte, mit mir zusammen zu sein. „Gute Idee,“ sagte die junge Frau, „weil, ich bin voll gerne mit meiner Mama zusammen.“ Solche kurzen Alltagssituationen ermutigen mich, denn sicher hatte diese Mutter auch stressige Zeiten und war dann als Mama vielleicht nicht so achtsam und geduldig und reflektiert. Dankbar für eine mutmachende Begegnung.