Gäste

Es ist schön Gäste zu haben. Es ist schön teilen zu können, die Wohnung, das Essen, die Zeit, sich mitteilen zu können. Es ist schön, wenn sich alle dabei wohlfühlen. Ich habe Besuch von einer Freundin mit ihrer jüngsten Tochter, wir sehen uns selten, unsere Kinder kennen sich nicht wirklich. Es fiel ihnen schwer ins Bett zu gehen, weil sich alle so gut verstanden haben. Dafür bin ich heute dankbar, für meine Freundin und ihre Tochter.20150422_175504 Es ist schön.

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Tüddelkram

Eine junge Freu, die ich schon einige Zeit kenne, will ein Au-Pair20150526_174333 Jahr in den USA machen. Und dafür – jetzt haltet euch fest – muss sie 150 Stunden Kinderbetreuung sammeln. Und jetzt ratet mal, was sie von mir wollte? Meine Kinder, äh, natürlich nicht 150 Srunden lang. Sie hat sie bekommen und dafür bin ich voll dankbar, denn ich hatte etwas freie Zeit. Und ich habe nichts besonderes gemacht in dieser freien Zeit, Tüddelkram erledigt. Und es hat mir so gefallen. Für ein paar Kreativprojekte brauchte ich noch dies und das, eben Tüddelkram und den bekommt man nur in Tüddelkramgeschäften. Und sonst gehe ich immer mit mindestens einem Kind einkaufen und heute war niemand dabei und ich habe es echt genossen. Denn meine Kleinste zieht alles mögliche aus den Regalen und meine beiden anderen wünschen sich, dass ich ihnen irgendwelche Sachen kaufe. Und ich stehe da und schaue nach der Kleinen und diskutiere mit den Großen und versuche einen klaren Gedanken zu fassen, was ich jetzt für das und das Kreativprojekt brauche und zum Schluss habe ich Sachen in meiner Tüte, die ich nicht brauche und Sachen, die ich brauchte sind noch im Laden. Aber kein Problem, die kennen mich da schon, ich komme zum Umtauschen immer wieder. Und heute bin ich so dankbar, dass ich es genießen kann, alleine einkaufen zu gehen und dass das schon voll die schöne Sache ist. Ich genieße es als Mama, alles so unglaublich intensiv wahrzunehmen. Ich habe totale Freude an so nem Einkauf, der echt nichts besonderes ist und ich freu mich auf dem Heimweg auf meine Kinder. Ich weiß nicht, ob das am Mamasein liegt, an meinem Charakter oder am Alter. Aber ich genieße alle möglichen Momente sehr bewusst und damit werden Alltäglichkeiten zu Kostbarkeiten. Und dafür bin ich heute sehr dankbar!

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Kurzurlaub

Yeahhh, Familienurlaub auf dem Bauernhof. Also, Familienurlaub ohne meinen Mann, weil der arbeitet. Die Reise war auch nicht so lang, wir sind mit der S-Bahn gefahren. Es war auch kein richtiger Bauernhof, sondern eher die Wilhelma. Aber Tiere. Und Tiere in Verbindung mit Kindern bedeutet immer schöne Beschäftigung, interessanter Zeitvertreib, gemeinsames Erleben. Und meine Große liebt das Gelände: „Hier ist es wie in einem Märchengarten.“ Und in jedem Zoo will ich zu den Giraffen. collage_20150525223936471„Warum müssen wir eigentlich immer die Giraffen anschauen?“ Meine Töchter verstehen meine Faszination nicht. Weil diese Tiere so groß sind, so über den Dingen, anmutig, elegant. Da gibt’s keine hektischen Bewegungen. Irgendwie beruhigen mich diese Tiere. Ich könnt ihnen gefühlt ewig beim Fressen und Herumlaufen zusehen… Ich bin dankbar für diesen Kurzurlaub heute, Urlaub auf dem Bauernhof, die light-Version. Es war ein schöner Tag. Und als ich die Haustür hinter uns schließe, als wir von unserer Reise zurückkehren, da öffnen sich die Schleusen des Himmels und es regnet so richtig, aber ich hatte meine Schäfchen schon im Trockenen. Es war nicht unbedingt die Luxusversion Urlaub, aber es war eine Abwechslung, ein Spaßbringer, ein Freudenbereiter und ein Zeitvertreiber  und dafür bin ich heute dankbar.

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erfüllte Vorfreude

IMG-20150524-WA0004_20150524221252288Der Tag war lang, nicht weil meine Kinder und ich so unglaublich viel vorhatten, sondern, weil wir nichts vorhatten. Mein Mann hat gearbeitet. Und wahrscheinlich, weil ich den ganzen Tag noch keine Erwachsenenunterhaltung geführt hatte und wahrscheinlich, weil ich bis dahin nur Kinder-CDs gehört hatte und wahrscheinlich, weil sich bis dahin alles um die Kinder drehte, freute ich mich heute so auf den Gottesdienst um 18 Uhr. Und meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht: ein paar Erwachsenenunterhaltungen geführt, wunderschöne Lobpreiszeit (miteinander vor/für Gott singen), die Kinder in ihren Kindergruppen und ein ermutigender, erinnernder Gedanken aus der Bibel in der Predigt für mich (und alle anderen auch), praxisnah, lebensnah, alltagstauglich. Heute bin ich so dankbar gewesen für den Gottesdienst, für viele liebe Menschen, die ich getroffen habe, fürs Auftanken, Abschalten, Neustarten…

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schön

Ich liebe Obst, mag Gemüse und Blumen finde ich wunderschön. Ich hatte es schon einmal erwähnt: weil ich dahinter einen kreativen Schöpfergott erkennen kann, weil ich dahinter den Gedanken der Vielfalt erkenne, das schöne im Unterschiedlichen, im Einzigartigen. Deshalb mag ich Sendungen wie Germanys next top model nicht, wo Menschen in Maße und Gewichtsklassen eingeteilt werden. Mag manches an unserer Gesellschaft nicht, die unterschwellig vorschreibt, wer schön ist und wer nicht. Was ist schön? Ist es nicht die Vielfalt, das Unterschiedliche, das nicht Vergleichbare? Zwei Freundinnen haben mir ein Video geschickt, das ich gerne mit euch teilen möchte, weil es so schön ist!!!Für unsere Vielfalt bin ich heute dankbar, für unsere Unterschiedlichkeit, für unsere Einzigartigkeit! ( Leider habe ich nur die lange Version des Videos gefunden, das Werbung für bonprix macht. Mir geht’s nicht um bonbrix, sondern um den Inhalt 🙂 )   www.youtube.com/watch?v=fa9EFrfsfUw20150523_140431

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kostbares Gut

Wenn meine Kinder von irgendetwas begeistert sind, dann begeistert es mich- ihre großen Augen beim Erzählen, die Fröhlichkeit in der Stimme…Meine Große erzählte heute beim Mittagessen begeistert von der Schule, so wie schon die ganze Woche. Es ist Projektwoche, das Thema Mittelalter. Sie zeigt mir ihr Heft und gibt alle Inhalte wieder. „Voll interessant, oder?“ fragt sie begeistert. Und heute macht es mich wieder einmal so dankbar, dass ich für die Bildung meiner 3 Töchter nicht kämpfen muss. Dass sie gefordert, gefördert, gebildet werden. Dass das selbstverständlich ist. Dass das ihr kostbares Gut ist. Ich bin dankbar für engagierte Pädagogen, die Freude daran haben, Inhalte zu vermitteln und keinen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen machen. Das ist so selbstverständlich. Und für diese Selbstverständlichkeit bin ich heute dankbar.20150522_144641

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erfolgreich

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Ein Gruß von ihr in meinem Briefkasten.

Als wir vor fast 5 Jahren hierher zogen, habe ich Gott darum gebeten, dass er mir eine Person „schenkt“, die so ein bisschen Familienersatz sein kann. Die ich einfach so anrufen kann, wenn ich jemanden zum etwas loswerden brauche, die meine Kinder mag und so. Ich bin heute so dankbar, dass ich tatsächlich so eine Person „geschenkt“ bekommen habe. Sie ist wirklich jemand besonderes. Martin Luther King hat mal gesagt: „Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.“ Sie ist nach der intensiven Mamaphase nicht zurück in den Beruf, sondern hat ihre Kraft und ihre Zeit in andere Menschen investiert. Sie begleitet, unterstützt, ermutigt, fragt nach, interessiert sich und ist da. Sie bekommt dafür kein Geld, keinen Applaus, das will sie auch gar nicht. Sie ist ehrlich hilfsbereit, ehrlich menschlich… Ich bin so dankbar sie zu kennen und sie bereichert unser Leben. Sie hilft mir immer wieder mit Verständnis, Ermutigung, Kinder hüten. Sie ruft z.B. an und sagt: „Ach Lissy, jetzt hab ich so lang deine Kinder nicht mehr bei mir gehabt. Wann bringst du sie denn mal wieder.“ Ohne dass ich einen Termin habe, einfach weil sie meine Mädels mag. Das ist unbezahlbar. Sie ist erfolgreich, weil sie so hilfsbereit und menschlich ist und weil das ihre Werte sind und darin ist sie mir ein großes Vorbild. Ich bin so dankbar, dass es sie gibt!

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Geschmack&Konsistenz

Für mich ist es so selbstverständlich und dadurch so leicht zu übersehen, obwohl ich es so liebe und so gerne esse. Obst. Heute bin ich ganz einfach dankbar für Obst und für20150519_193318 die fantastische Möglichkeit Obst essen zu können, dass ich eigentlich gar nicht essen könnte, weil es hier eigentlich gar nicht wächst. Und es ist natürlich die Frage, ob man dafür dankbar sein kann, wegen ökologischem Fußabdruck und so, aber ich liebe Melone und es wäre so schade, wenn ich sie nicht kennen würde. Obst ist in seiner ganzen Vielfalt nicht nur lecker, sondern ich bin wieder einmal fasziniert von dem, der dahinter steht, der erschaffen hat, der kreativ wurde. Denn wenn ich einen Apfel sehe, denke ich, das hätte doch gereicht, nein, es gibt auch die Birne, die irgendwie ähnlich ist, aber im Geschmack so anders und in der Konsistenz. Und so geht es weiter mit20150520_143908 Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, mit Orangen, Nektarinen, Zitronen, Clementinen, mit Bananen, Melonen, Kiwis…es ist so vielfältig, großzügig, üppig, wunderbar!!! Ich bin dankbar für Obst, meine Kinder auch, denn auch als Zwischenmahlzeit für unterwegs macht es sich total gut. Obst ist wundervoll und der, der es erschaffen hat auch. Danke für das Obst!

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Gechwisterflüsterer

Nach einer unruhigen Nacht schläft meine Jüngste um 6 Uhr nocheinmal ein, ich bleibe wach und starte in den Tag. Nachdem die Große und Mittlere mit allem fertig sind, drängt die Zeit und wir müssen los. Also muss ich die Jüngst wecken, aber das mache ich total ungern, weil sie dann eher unleidlich wird und aufgeweckt werden überhaupt nicht mag. Meine Mittlere sagt: „Ich mach das.“ Kurz darauf höre ich aus dem Kinderzimmer lachen und klatschen, von Unleidlichkeit keine Spur. Später am Tag bin ich mit den 3 im Auto unterwegs und weil meine Jüngste ihren Autositz so gar nicht toll findet, versuche ich sie mit beruhigenden Worten und einem gewissen Kraftaufwand in diesen Sitz zu befördern. Sie quittiert das mit lautstarkem Weinen. Meine Große steigt ein, schneidet ein paar Grimmassen, schnallt sich an. Die Tränen meiner Jüngsten verebben und sie lacht ihre große Schwester an. Meine Freundin erzählte mir mal, dass es regelmäßig mit ihrer Jüngsten morgens 20150519_155719Auseinandersetzungen gab, weil sie sich Jacke, Schal und Mütze nicht anziehen lassen wollte. Irgendwann machte das mal der große Bruder. Das verlief reibungsloser, seitdem war das seine Aufgabe. Diese Art der Problemlösung funktioniert natürlich nicht immer und in jeder Situation. Aber heute bin ich dankbar, dass die Tränen beim Aufwecken meiner Jüngsten ausblieben und dass wenn mir manchmal die Worte fehlen, Geschwister zu Geschwisterflüsterern werden.

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gewisse Note

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Schönes von Pinterest.

Es gibt so einige Dinge in meinem Haushalt, die ich nicht so gerne mache. Das geht wohl jedem so. Und was mir hilft ist Musik. Ich bin so dankbar für Musik. Vor allem für die unterschiedlichen Klänge, Beats und Rhythmen. Für die unterschiedlichen Stimmen und Instrumente. Musik setzte ich sehr bewusst ein, ich bin kein Radiohörer. Ich höre Musik, wenn ich putze, weil sie mich fröhlich stimmt. Wenn ich nähe, höre ich langsame Lieder und wenn ich Sport treibe, Musik, die mir den Rhythmus vorgibt. Ich höre so gerne Musik, sie gibt meinem Leben die gewisse Note. Ich bewundere Künstler, ihre Texte, ihre Melodien. Ich bin dankbar für Musik, mal laut, mal leise…

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Wunschvorstellung

Ich habe einen Wunsch, nicht nur einen, aber einen sehr speziellen und großen, der momentan viel Raum in meinen Gedanken einnimmt. Das Wort Wunschvorstellung bekommt eine ganz neue Bedeutung: Mein Wunsch stellt sich immer wieder vor, stellt sich vor 20150517_152053alle anderen Dinge in meinem Kopf und legt jedesmal eine grandiose Vorstellung hin, mit wunderschönen Kulissen, tollen Requisiten, einer lebendigen Inszenierung. Es scheint so, dass diese Wunschvorstellung wahr werden muss für mein persönliches Glück. Ich bin so dankbar für, und auf dieses Thema komme ich in diesem Blogprojekt immer wieder zurück, weil es so entscheidend für mich ist: das Gebet. Heute bin ich wieder so dankbar, dass ich auch meine persönlichen Wunschvorstellungen im Gespräch mit Gott zu ihm bringen kann! Es erleichtert mich. Denn für mich ist es wichtig zu klären: ist mein Wunsch gerechtfertigt? Ist er zu egoistisch? Zu materialistisch? Ist er wirklich so entscheidend? Im Feedback mit Gott wird meine Wunschvorstellung ins rechte Licht gerückt. Denn es ist so mancher meiner Wünsche nicht in Erfüllung gegangen (und das war gut so), trotz Bemühen, trotz Willenskraft und ich merke, dass es gut ist, dass ich letztendlich Gott die Entscheidung überlasse, was ich brauche. Denn nicht alles was ich will brauche ich und nicht alles was ich gerne hätte ist notwendig. Ich bin dankbar für das Abgeben bei Gott heute, denn wenn ich loslasse, lasse ich es bei Gott, denn ich will nicht, dass er segnet, was ich tue, sondern dass ich tue was er segnen will-auch bei diesem Wunsch.

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schöne und schlechte Zeiten

Früher habe ich in verschiedenen Bereichen während dieses großen Teenagerevents (ca. 1500-2000 Teenager; in Zelten; ein Wochenende) mitgeholfen, Verpflegung, Programmplanung, einmal durfte ich sogar predigen. Eine wundervolle Zeit, mit unglaublich vielen netten Leuten, mit viel Lachen, mit viel Freiheit, mit viel Spaß…Heute bin ich nur für einen Tag mit meinen Kindern dorthin gefahren, ohne Aufgabe, ohne Ehrenamt. Es war so schön Früherluft zu schnuppern, nette Leute von Früher zu treffen (die Teenager von damals sind jetzt junge Erwachsene, Mitarbeiter…), sich an die früheren Zeiten zu erinnern. Wofür ich heute dankbar bin? Dass ich ins Früher schauen kann ohne zu denken, dass das Früher besser war, als das Heute. Ich hatte damals schöne und schlechte Zeiten, ich habe heute schöne und schlechte Zeiten, ich habe in Zukunft schöne und schlechte Zeiten. Ich bin dankbar für meinen realistischen, nicht glorifizierenden Blick in die Vergangenheit, denn so kann ich der Gegenwart fröhlich ins Auge schauen, um der Zukunft mit offenen Augen zu begegnen.20150516_201609_20150516232452379

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Frieden

Mein Gehirn stellt immer wieder seltsame Verbindungen her. Z.B., wenn ich, so wie heute Katäuser Klöße mache, muss ich automatisch total intensiv an meine Freundin denken. Dankbar und dankend denke ich an sie. Vor ein paar Jahren holten ihre Eltern, eine Freundin und ich sie vom Flughafen ab. Sie und ihre drei Kinder, das Jüngste 1/2 Jahr alt. Was sagt man wenn die Freundin ihren Mann verloren hat? Was sagt man, wenn man sie rauskommen sieht und weiß, ihr Leben wird nie wieder wie vorher sein? Was sagt man, wenn man selber nicht weiß wieso Gott solch einen tragischen Unfall zulässt? Was sagt man, wenn einem die Worte fehlen? Wir haben viel geredet in all den Jahren. Als ich sie das letzte Mal traf und fragte, wie es ihr nach all den Jahren geht, sagte sie: Ich habe keine Antworten bekommen, aber Frieden. Ich bin so dankbar für meine Freundin, dafür, dass sie wieder lachen und fröhlich sein kann. Dafür, dass sie sich in der Trauer sofort Hilfe gesucht hat. Dafür, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Dafür, dass sie ihren Glauben an Gott nicht aufgegeben hat. Dafür, dass sie toll ist. Dafür, dass sie inneren Frieden bekommen hat…20150515_134927

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Erfolgserlebnis

„Komm, ich seil dich ab.“ Der Vorschlag kommt von meinem Mann und ist an unsere Große gerichtet. „Nein, keine gute Idee.“ sagt meine Tochter. Mein Mann lässt nicht locker und ich bin versucht zu sagen, dass er sie nicht drängen soll, dass sie gesagt hat, dass sie nicht möchte, dass da auch echt viel passieren kann, aber ich schweige. Sie lässt sich, nach abklären der Risiken, doch zu dieser Aktion überreden. Am Anfang sehr vorsichtig, dann immer sicherer wagt sie den kurzen Abgang bis zum Boden. Sie ist begeistert. „Das macht ja voll Spaß.“ Ich weiß nicht, wie oft sie wieder hoch gerannt ist, um sich wieder und wieder abseilen zu lassen, aber ich weiß, dass ich froh bin, dass mein Mann es ihr zugetraut hat. Heute bin ich dankbar, dass  meine Tochter so ein Erfolgserlebnis hatte. Es hat ihr so gut getan heute ihre Vorsicht zu überwinden und zu erleben20150514_205907, was sie kann.

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Rückensituationen

Sie wirft mir einen Handkuss zu, bevor ich den Rücken meiner Großen sehe und sich die Tür hinter ihr schließt. Sie macht nichts wahnsinnig abgefahrenes, sie geht nur zum Tanzen.  Mir fällt es schwer den Rücken meiner Kinder zu sehen, es sind schon ein paar Rückensituationen in meinem Kopf abgespeichert, in meiner Seele verankert. 20150513_180315Der erste Tag an dem meine Töchter allein im Kindergarten blieben, die erste Übernachtung bei einer lieben Familienfreundin, Schule, tanzen… Für mich sind das alles Situationen, in denen ich das Loslassen lerne, in denen meine Kinder an Selbstständigkeit gewinnen, in denen ich nicht mehr bis ins Detail über ihnen wachen kann. Ich möchte lernen loszulassen, nicht nur in den einzelnen Entwicklungsschritten meiner Kinder, sondern ich muss auch lernen Ideale loszulassen, ursprünglich geplante Lebensentwürfe, Meinungen über bestimmte Menschen und auch die ein oder andere Verletzung. Loslassen, weil es sonst bremst, unzufrieden macht, traurig… Und heute Morgen wurde ich erinnert. Ich lasse nicht los in einen luftleeren Raum, ins Nichts, ins Nirgendwo…Ich lasse los und lasse es bei dem an den ich glaube, lasse es bei dem der den Überblick, den Weitblick, den Durchblick hat. Lasse los und weiß, es ist nicht verloren, sondern gut aufgehoben. Ich lasse los, weil es dazu gehört, weil es Raum für Veränderung schafft, weil es neue Möglichkeiten öffnet, weil es zufrieden macht. Ich lasse los, weil loslassen bereichert. Und dafür bin ich heute dankbar.

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geteilt

P1110372 (2)Der Spielplatz wird zu unserem Garten an solch wunderschönen Tagen. Heute kam eine Nachricht von einer lieben Freundin: „…falls ihr heute Nachmittag Lust auf Garten habt, einfach kommen.“ Es war so schön, der Nachmittag bei meiner Freundin für meine Kinder und mich. Und heute bin ich dankbar für diese Nachricht, für ihre Einladung und dass sie das, was sie schönes hat, das was sie mag, das was sie schätzt, mit mir teilt. Ein geteilter Gartensommernachmittag. Wunderbar!

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unbequem

20150511_190001Es ist wichtig informiert zu sein, zu wissen, was vor sich geht, ein Bild zu bekommen. Aber es ist auch unbequem. Denn ich teile nicht alle Ansichten, Meinungen, Interessen. Und es ist die Frage, was mache ich mit diesen Informationen, verarbeite ich sie weiter, wird etwas daraus entstehen? Ich bin dankbar, dass ich in der Sitzung im Rathaus heute Abend Informationen sammeln konnte, auch, wenn ich einige davon unbequem fand. Informiert sein ist wichtig, denn Unwissenheit schützt vor Strafe, nein, vor Konsequenzen nicht.

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Applaus

Hände (2)Es gibt Dinge, die mache ich aus Überzeugung. Dazu brauche ich keine Bestätigung von außen, sondern die Sache überzeugt mich und dadurch hat sie ihren Wert, ihre Berechtigung. Dann gibt es Themen, da weiß ich nicht, ob ich auf dem richtigen Weg bin, ich bin unsicher und dadurch immer wieder auf der Suche, von außen Wert zu bekommen. Von außen Bestätigung zu bekommen. Von außen Sicherheit zu bekommen. Dazu gehört mein Muttersein. Ich wäre gerne die perfekte Mutter, die alles immer richtig und gut macht, die in jeder Lebenslage mit der richtigen Emotion zur richtigen Zeit am richtigen Ort wäre. Bin ich aber nicht. Aber ich bin Mama, bin ihre Mama. Ich bin die, die meine 3 Mädels am besten kennt. Ich bin die, die um ihre kleine Welt weiß, was sie beschäftigt. Ich weiß von allen Menschen auf diesem ganzen Planeten am besten, was ihnen schmeckt, was sie traurig macht, erkenne Anzeichen für Müdigkeit und bin am meisten daran interessiert, dass es ihnen gut geht. Ich bin für sie verantwortlich und wenn es sein muss, erhebe ich meine Stimme für sie, treffe Entscheidungen für sie. Und auch wenn ich mir meiner Sache nicht sicher bin, kann ich das doch am besten, einfach, weil ich sie am besten kenne. Ich bin dankbar für mein Muttersein, ich bin dankbar Mutter zu sein. Mamasein ist doch eine Berufung. Ich lebe meine Berufung, kann mich ihr im Moment ganz widmen. Lebe meine Passion, erfülle meine Aufgabe mit Freude. Ich bekomme keine Standing ovation (aber wer bekommt die schon), aber wenn meine Große ihre Hand in meine schiebt und nachdem sie mir ihr Herz ausgeschüttet hat, sagt: „Ich bin froh, dass du meine Mama bist, du verstehst mich richtig gut.“ Dann ist das mein persönlicher Applaus und ich bin dankbar für diese Augenblicke. Mamas, (das klingt jetzt vielleicht ein bisschen pathetisch, aber) wir investieren in die Zukunft, formen die nächste Generation, bilden Charaktere. Ja, das macht unsicher, aber wir sind ihre Mamas und du hast eine unendlich wichtige und wertvolle Aufgabe…Schlaf gut, morgen brauchst du wieder Kraft und falls dich dein Kind heute Nacht braucht, kann ich dich nicht wirklich trösten, nur sagen: irgendwann wird es tatsächlich besser. Aber denke daran, du vermittelst heute und in all den anderen wachen Nächten Verlässlichkeit, Vertrauen, Vertrautheit…

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ähnliche Auffassung

20150509_104944„In einer weiteren Auffassung werden aber auch jene Personen als humorvoll bezeichnet, die andere Menschen zum Lachen bringen oder selbst auffällig häufig lustige Aspekte einer Situation zum Ausdruck bringen.“ Der Satz ist ein Teil der Definition von Humor. Die Karte „Glück hat einen Ort“ hat einen Platz in unserem Zuhause gefunden (bekam ich von einer Freundin geschenkt und finde diesen Spruch wunderschön!). Als ich gestern irgendwann wieder daran vorbei lief, klebte unter der Karte ein Zettel von meinem Mann: „Pech ist genau hier.“ Ich habe Tränen gelacht. Unsere Mitbewohnerin auch und als ich es einer Freundin erzählte, fand sie das auch voll lustig. Heute kam Besuch und dieser stand davor und fand den Zettel überhaupt nicht witzig. Und es hat mir wieder einmal eines deutlich gemacht. Ich bin wirklich dankbar, dass mein Mann und ich eine ähnliche Auffassung von Humor haben. Seine Sprüche bringen mich oft so zum Lachen, seine Ironie finde ich lustig und seine Bemerkungen unser Leben zu kommentieren, lockern so manches auf. Ich bin froh über unseren Humor und dass er bei uns ein Zuhause hat.

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wohltuende Langsamkeit

Ich mag meine Freitagabende. Hier wird meine Welt langsamer, meine Stimmer leiser, meine Bewegungen verlieren an Hektik. Nach der Nachmittagsaktivität meiner Kinder und mir, habe ich es nicht eilig sie ins Bett zu bringen. Das bestimmt unsere Atmosphäre. Meine Großen verschwinden im Kinderzimmer und vertiefen sich in ihr Spiel. Meine Kleine setzte ich in die Badewanne und während sie plantscht und ich ihr dabei zusehe, laufen Bilder der letzten Woche vor meinem inneren Auge ab, werden Gespräche aus der letzten Woche nochmal laut, fühle ich Situationen, die mich bewegt haben nochmals nach. Ich mag diese Freitagabende. Sie werden zu meinem Wochenabschluss, zur Reflektionszeit. Wir lesen nicht 2 Geschichten, sondern 5 oder 6. Es wird später und später. Und obwohl die Uhr eine wichtige Rolle in meinem Alltag spielt, verliert sie Freitagabend an Bedeutung. Ich mag unsere Freitagabende. Sie geben mir Zeit zum Revue passieren lassen, das Gespür für wohltuende Langsamkeit, die Möglichkeit der Eigenreflektion. Und dafür bin ich heute dankbar.20150508_185426

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