Ganz ehrlich, in der Schule hätte ich ein: Thema verfehlt-Stempel für mein heutiges Engagement bekommen. Die Klasse lädt zum Spielenachmittag ein. Die Idee fand ich super. Denn statt in der Vorweihnachtszeit noch eine Weihnachtsfeier zu befeiern, trafen wir uns heute. Die Aufgabe: jede Familie bringt etwas zum Knabbern mit und ein Spiel, das besagte Familie gerne spielt und wir verteilen uns und spielen miteinander. Aufgabenstellung nicht sonderlich kompliziert – Durchführung (bei mir) fehlgeschlagen. Meine Tochter ist mit keiner besten Freundin in die Klasse gekommen, sondern kannte ein paar Mädels eben flüchtig und so habe ich mit den Müttern keine regelmäßigen Berührungspunkte in meinem Alltag. Und heute Nachmittag habe ich mich wieder einmal so beschenkt gefühlt durch super nette Mütter, durch inspirierende Gespräche, durch innerlich aufgeräumte Frauen, die Tag für Tag als Frauen ihren Mann stehen. Ich habe tatsächlich kein einziges Spiel mit gespielt, ich habe mich nur unterhalten. Mit Mamas, die ich schon etwas kannte, mit Mamas, die ich nur ein bisschen kannte und mit Mamas, die ich gar nicht kannte. Das war so schön. Meine Kinder spielten woanders mit. Danach hatte ich ein etwas schlechtes Gewissen, weil ich mit meiner Großen gar nicht gespielt habe und das eigentlich ihr Nachmittag war. „Macht doch nichts, Mama, ich hatte doch meine Freundinnen zum Spielen.“ Also, bin ich heute (mit nur ein bisschen schlechtem Gewissen) dankbar für diesen schönen Nachmittag. In der Schule hätte ich das Thema verfehlt, in meinem Leben habe ich das Thema getroffen: der Austausch mit tollen Frauen und Mamas. Ich habe wieder fürs Leben dazu gelernt…
Thema getroffen
21 Donnerstag Jan 2016
Posted in Dankbarkeitsmomente
mit Ratschlägen, Erfahrungen, Ansichten, Meinungen…Und die waren so laut am Montag, dass ich dachte, wäre ich mal bloß nicht weg gefahren. Ich habe tatsächlich bis heute Mittag gebraucht um auch innerlich wieder angekommen zu sein. Und das lag nicht an meinen Kindern oder meinem Mamaalltag. Sondern daran, dass ich manchen Stimmen, die so laut, bunt, auffällig sind zu viel Gewicht gebe und Gottes Stimme für mich vor allem in der Stille wichtig wird. Ja, ich bin jemand: ich brauche die Stille nicht um hören zu können. Gottes Stimme höre ich auch in meinem Alltag. Ich brauche die Stille um Gottes Stimme Gewicht zu geben, sie mir zu vergegenwärtigen, um Gesagtes bewusst wahrzunehmen und zu gewichten. Und ich bin dankbar für diese unglaublich intensive erholsame Zeit mit Gott! Und ich bin dankbar, dass er redet und dass ich wieder neu gemerkt habe an diesem heutigen Tag, dass es mit entscheidend ist, wie viel Gewicht ich seinem Wort gebe. Es soll das meiste Gewicht bekommen. Daran übe ich…
Diese Mutterpasshülle macht sich auf den Weg zu einer lieben Freundin. Ich bin sehr und so dankbar für Freundschaften, die die unterschiedlichen Lebensphasen überdauern. Irgendwann waren wir alle jung und in Erwartung, wie unser Leben verlaufen wird und dann verlaufen unsere Leben so unterschiedlich. Während sie in diesem Jahr ihr erstes Kind bekommt, kommt meine Jüngste dieses Jahr in den Kindergarten. Ich bin so dankbar, dass wir uns immer gegenseitig erzählen konnten, wie es uns geht, trotz sehr unterschiedlicher Lebensphasen und Lebensthemen. Und dass wir immer auch gemeinsame Themen gefunden haben, die uns beschäftigen. Ich bin sehr dankbar für jede Freundschaft, die unterschiedliche Lebensphasen überdauert hat. Das ist nicht selbstverständlich!
Meine to-do-Listen in den Vormittagsstunden sind tendenziell zu lang. Mir ist oft nicht bewusst, dass Haken hinter Erledigungen zu machen nicht der Weltordnung meiner Kleinsten entspricht. Und so war ich heute Morgen auch flott unterwegs, um in dieser kurzen Zeit bis zum Mittagessen möglichst viel hinzubekommen. Und dann bekommen wir auf dem Markt eine Rose geschenkt. Meine Jüngste betrachte sie lange und steckt immer wieder die Nase hinein. Und ich betrachte sie und denke: „Warum die Eile, Lissy? Ist das nicht ein Moment, den du jetzt einfach genießen willst? “ Ich gehe neben ihr in die Hocke und habe sofort die Blume an meiner Nase. Wir schnuppern und lachen und mit ihren kleinen Patschhändchen streichelt sie immer wieder meine Wange. So süß!! Wir lassen uns Zeit, laufen, bleiben stehen, sehen, riechen, leben… Ich bin sehr dankbar für diesen inneren Impuls heute. Ein unbezahlbarer intensiver Moment!
Gestern Nachmittag hatte ich meine Freundin und ihre Tochter eingeladen. Und weil ich weiß wie sehr meine Freundin Schokolade liebt und weil ich ein Fonduegerät zu meiner Hochzeit geschenkt bekommen habe und erst einmal benutzt habe, entscheide ich mich für Fondue. Ich stelle mir das so schön vor wie wir alle mit meinen Kindern um dieses Gerät sitzen und lecker Obst in Schoki tauchen. Meine Freundin kommt und freut sich am Obst, denn sie verzichtet im Moment auf Schokolade und sie zieht es durch. Kein schwächeln oder einknicken. Sie bleibt konsequent in ihrem Verzicht. Ich bewundere das aufrichtig, weil ich – in einer Wohlstandsgesellschaft lebend – es mir aussuchen kann zu verzichten auf viele Dinge, die zum Leben nicht unbedingt notwendig sind. Aber sie brauchen trotzdem Zeit, Kraft, sind ungesund…Und das Verzichten auf Überflüssiges kann so bereichernd sein. In einem meiner Richtlinien für dieses Jahr geht es auch um Verzicht. Ich weiß, wenn ich darauf verzichte, schaffe ich Raum für Neues. Wenn ich darauf verzichte spüre ich wo meine tatsächlichen Bedürfnisse sind. Wenn ich verzichte merke ich was mir wichtig ist und auch was mir nicht wichtig ist, weil ich es nach einer Zeit gar nicht mehr vermisse. Und ich lerne die Dinge wieder mehr wert zu schätzen, zu genießen, zu feiern. Ich bin sehr dankbar für das Durchhalten meiner Freundin, denn Verzicht ist echt erst einmal voll anstrengend. Aber es motiviert mich, denn: „Auf Überflüssiges verzichten zu können, ist immer ein Gewinn.“ Ein Gewinn an Zeit, innerer Ruhe, Kreativität, Gesundheit, wohlfühlen…Ich bin dankbar für den Besuch meiner Freundin und der darin liegenden Motivation.
Vor vielen Jahren stieg ich kurz nachdem ich meinen Führerschein gemacht habe in das geliehen Auto von Verwandten und fuhr ca. 300 km zu meinem damaligen Freund (heute mein Mann). Ich hatte vor und während der ganzen Fahrt total Angst einen Unfall zu bauen und war während des Wochenendes eher total unentspannt, weil ich an die Rückfahrt dachte. Vor ca.7 Jahren stieg ich in unseren alten Opel Kadett. Meine erstgeborene damals 4 Wochen alt und fuhr dem Kleintransporter, den mein Mann fuhr hinter her, in dem all unsere Sachen waren. Wir zogen zum ersten Mal um. Ich war vor und während der Fahrt so unsicher, weil ich zum ersten Mal alleine mit meinem Töchterchen eine so lange Strecke fuhr ca. 150 km. Heute bin ich zu einer Freundin gefahren, ca. 100 km hin und dann wieder zurück. Ich bin vorher entspannt, während der Fahrt und auch danach. Unser Auto ist 16 Jahre alt, zwischendurch leuchtet die Öllampe auf und vor der Rückfahrt muss ich noch das Öl auffüllen, während der Fahrt werde ich von einer Kinder-CD beschallt, dazwischen immer wieder Fragen meiner Kinder, Essen nach hinten reichen und Trinkflachen öffnen. Ich erzähle euch das nicht um euch zu langweilen, sondern weil es mich ermutigt hat. Wir wachsen mit unseren Aufgaben. Was ich mir vor 10 Jahren nie hätte vorstellen können, ist heute Alltag und nicht sonderlich aufregend. Es hat mich ermutigt, weil ich mich als Mama heute Morgen mal wieder total unzulänglich und inkompetent gefühlt habe und mir Sorgen machte. Sorgen bringt nichts, aber Schritt für Schritt gehen, Kompetenz durch Herausforderungen und neuen Aufgaben dazu gewinnen. Das wahrzunehmen und mir bewusst zu machen hat mir heute sehr geholfen. Es hat meinem unruhigen Kopfkino den Ton genommen und unheilvolle Filme ohne Ton sind besser auszuhalten. Heute bin ich für diese Autofahrt dankbar, die mich daran erinnert: Wir wachsen mit unseren Aufgaben und Übung macht den Meister. Ein Meister will ich gar nicht sein, aber eine Mama, deren Kinder spüren, dass sie gewollt, geliebt, begabt sind…
Wenn ich höre, dass eine Bloggerin ein Buch veröffentlicht hat, dann freut mich das unglaublich. Denn wenn man Freude am Schreiben hat, wenn man es liebt Wörter zu Sätzen zu formen, die Ausdruck von Gedanken, Ideen, Gefühlen sind, dann ist es etwas wunderbares dies für Leser in einem Blog zu tun und etwas einmaliges, wenn diese Gedanken, Ideen, Gefühle auf Papier stehen. Denn viele, die schreiben sind Papierliebhaber. Das Knistern und Rascheln von Papier, das leise Kratzen des Tintenrollers auf Papier ist durch keine Tastatur zu ersetzten. Und wahrscheinlich finde ich es deshalb so unglaublich, wenn eine Bloggerin ein Buch, mit ISBN Nummer, mit Name und Seitenzahlen veröffentlicht. Gedanken auf Papier. Veronika von www.smoorbear.wordpress.com hat das gemacht. Meine Freundin hat mir ihr Buch zum Geburtstag geschenkt und meinte halb entschuldigend: „Ich weiß, du kochst nicht so gerne, aber vielleicht ist es doch was für dich.“ Der Titel allein verrät mir, es ist was für mich: „Willkommen an meinen Tisch. Eine Liebeserklärung an gutes Essen, Gastfreundschaft und gemeinsame Mahlzeiten.“ Ich lese ihren Blog immer wieder und in ihrem Buch mag ich ihre Liebeserklärungen, ihre Kindheitserinnerung, ihre Alltagsbegebenheiten so gerne. Denn das gefällt mir an diesem Buch. Jeder Gedanke, jede Geschichte wird mit dem passenden Rezept verfeinert. Eine so schöne Idee Essen und Kochen wertzuschätzen. Und im letzten Jahr habe ich, weil ich keine Küchenfee bin, jeden Monat ein neues Rezept gekocht und tatsächlich Spaß daran gehabt. Und ich bin sehr dankbar für dieses Buch! Dieses Jahr habe ich vor alle ihre Rezepte auszuprobieren. Ich habe heute mit dem Kartoffelbrot angefangen. Es ging nicht schnell, nein, es hat gedauert. Aber das ist wertschätzen von Nahrung – nicht schnell, sondern genießen…wie aus vielen einzelnen Zutaten etwas Neues entsteht, ohne Geschmackverstärker, ohne Konservierungsstoffe…beobachten, dass der Teig Zeit braucht bis er gebacken werden kann…meine Hände im warmen Brotteig und die ganze Wohnung voll duftend nach frisch gebackenem Brot. Eine Liebeserklärung an Essen…Ich bin dankbar für ihre Buchidee, sie inspiriert und motiviert mich.
Heute hat mir meine liebe Mitbewohnerin Zeit geschenkt. Diese habe ich genutzt um mich mit einer Tasse Milchkaffe hinzusetzen. Kalender, Gedankenbuch mit dabei und schon habe ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Bilder, Emotionen, Gedanken sind aufgetaucht – viele davon schon längst vergessen geglaubt. Und ich reflektiere was so meine größten Themen war und schreibe mir auf, was mir für das Jahr 2016 am wichtigsten erscheint. Es geht weniger um Vorsätze, die in sich schon das Gefühl von Scheitern tragen, sondern um Richtlinien. Für mein Leben mit meiner Familie, meinem Alltag, meinem Leben mit Gott. Und ich mache das schon ein paar Jahre und habe das immer in mein Gedankenbuch geschrieben. Aber da war es mir nicht so präsent. Und deshalb habe ich mich so über die Vorlage von www.mein-feenstaub.blogspot.de gefreut. Ich liebe ihre Zeichnungen und habe mir einen Vordruck ihrer Zeichnung für einen Ringbuchkalender ausgedruckt und beschrieben und eingeheftet. Ich liebe solche Momente. Ich wünsche mir fokussiert zu sein, zu unterscheiden, was mir wichtig ist und was nicht, zu beobachten was mir Energie raubt und was mir drive gibt… Es gibt so viele Dinge, die ich wichtig und richtig und gut finde und die Spaß machen und die ich lernen und verinnerlichen will…Aber nicht alles hat jetzt Platz, nicht alles ist jetzt dran…Ich habe die Zeit heute sehr genossen und ich bin für diese Zeit und unsere liebe Julia heute sehr dankbar.
Meine Jüngste schläft und mein Mann ist mit unseren Gästen und unseren beiden Großen raus zum Feuerwerk anschauen. So habe ich noch ein paar Minuten um mich bei euch für das letzte Jahr zu bedanken. Es macht mir so Spaß zu schreiben und ich freu mich, wenn ihr Texte lest und sie euch ansprechen, ihr euch ein bisschen darin wiederfindet oder sie euch inspirieren. Hinter mir liegt ein eher aufgewühltes Jahr. Meine Freundin schrieb mir, dass sich mein Wunsch zu Weihnachten erfüllt der so lautete: „Ich wünsche mir auf das Jahr zurück zu blicken und sagen zu können, es war zwar anstrengend und herausfordernd, aber nun ist alles in ruhigen Fahrwassern und in festen Bahnen.“ Das ist leider nicht der Fall. Neue Termine sind schon vereinbart. Gott löst nicht all meinen Probleme auf, auch dieses Jahr nicht. Aber ich habe ihn erlebt. Ich habe erlebt, dass er mir lebendig zur Seite steht und hält, was er verspricht: „Ich bin bei dir.“ Auch das neue Jahr wird Herausforderungen mit sich bringen, Probleme, Unsicherheiten… Aber auch wieder viele viele Dankesmomente. Die es lohnt aufzuschreiben, festzuhalten, im Alltag zu zelebrieren. Ich bin dankbar, dass ich nicht alleine bin und du auch nicht. Ein gesegnetes neues Jahr 2016 wünsche ich dir!!!
Ich hatte mir alles so schön ausgemalt in meinem Kopf, in meiner Phantasie mit bunten Farben, warmen Worten, familiärer Romantik. Der 29.12. sollte diesmal besonders gefeiert werden. Wir sind sonst nicht so die Valentinstag-, Jahrestag- und Hochzeitstagfeierer, aber der 14. Hochzeitstag war mir dieses Jahr irgendwie wichtig. Ich wollte ihn richtig schön zelebrieren. Das ist meine Phantasie. Die Realität? Mein Mann war am Tag vorher den ganzen Tag weg gewesen, spürt unheimlichen Druck arbeitstechnisch und war so gar nicht in Feierlaune. Mein spontan geplanter Ausflug fiel damit aus. Beim Spaziergang mit den Kindern war meine Jüngste ziemlich unausgeglichen, genauso wie beim Mittagessen. Eher untypisch, aber heute eben. Zudem gab es die ganz normalen Reibereien des Alltags und meine heute-soll-ein-besonders-schöner-Tag-Laune wich dem Wunsch einfach auf gute Art und Weise den Tag heute zu überstehen. Weil ich in meiner Phantasie wahnsinnig strukturiert und ordentlich bin, wollte ich gegen 16. 30 Uhr die Karten für eine Oper einpacken, die mir meine Freundin zum Geburtstag geschenkt hatte, weil ihre Tochter, mein Patenkind, darin mitsingt und spielt. Ich habe mich so auf diesen Abend gefreut und hatte mich damit getröstet: ein Highlight kommt noch an meinem Hochzeitstag-die Oper. Realität: die Karten waren nicht da wo ich dachte, dass sie sind. Nach einer 3/4 h hatte ich mehrere Sachen gefunden, die Eintrittskarten waren nicht dabei. Nach einer Stunde informierte ich schon ziemlich den Tränen nahe meinen Mann. Und hier beginnt mein Hochzeitstag. Kein dummer Spruch, kein: wieso legst du sie nicht da und da hin. kein: immer das gleiche. Nein, er hilft mir einfach suchen. Wir finden sie auch gemeinsam nicht. Jetzt sind meine Augen gefährlich wässrig und sein Vorschlag: meine Freundin anrufen. Das kann ich nicht. Gefühlt kann ich ihr nie mehr unter die Augen treten. Ohne ein weiteres Wort, ohne Vorwurf ruft er sie an und im Theater und kommt mit der guten Nachricht: Wir bekommen Ersatzkarten. Bin ich froh und spät dran. Denn wir sollen rechtzeitig da sein, wegen der Ersatzkarten. Phantasie: ausgiebige Badaktion, weil mir ein bisschen aufbrezeln Spaß macht. Realität? In einer 1/4 h gebe ich meiner Mutter letzte Infos fürs Zubettbringen der Kinder, tröste meine eine Tochter, die gehofft hatte wir finden die Karten nicht, weil sie nicht will, dass wir fahren. Lege die Schlafanzüge für die Kinder bereit, suche mit der anderen Tochter noch das wichtigste Kuscheltier und benutze nur kurz einen Lippenstift. Wir verlassen zu spät das Haus, das Auto parkt weit weg, weil kein Anwohnerparkplatz mehr frei war. Den rechten Seitenspiegel habe ich vor ein paar Tagen abgefahren, nun hängt ein Zettel am Auto. Irgendjemand hat den linken Spiegel abgefahren. Wir steigen ins Auto und ich muss lachen und mein Mann ärgert sich nicht, lacht mit und ich sitze da und denke: Das ist mein echtes Leben, real life. Es hat nichts mit meinen Vorstellungen zu tun, aber ich stelle wieder fest. Ich bin dankbar, dass ich es mit diesem Mann lebe. Denn er kann über einen so verrückten Tag lachen und sagt nur: „Bin ich froh, dass ich den rechten Spiegel nicht bestellt habe. Morgen bestelle ich sie für beide Seiten.“ Und wir hatten einen richtig schönen Abend. Wir sind nicht traumhaft, aber ein dreamteam. Auf unsere ganz eigene Art und Weise. Und dafür bin ich heute sooo dankbar.
Es gibt besondere Zeiten, in denen ich morgens besonders gut aufstehen kann, weil mich eine schöne Atmosphäre erwartet. Dazu gehört unbedingt die Weihnachtszeit mit dem Weihnachtsbaum. Ich liebe es im stillen Wohnzimmer zu sitzen – Bibel, Gedankenbuch, Kaffee und die Gegenwart Gottes. Nur die Lichter des Baumes als Lichtquelle. Wunderbar! Heute bin ich für diese schöne Zeit so dankbar, die mir einfach so gut getan hat!
An Weihnachten liebe ich das Gefühl von Zeit, von Zeitlosigkeit. Die Kinder freuen sich an ihren neuen Geschenken, zusammen ausprobieren, gemütlich essen, Familie besuchen, Spaziergänge… Das alles ist in dieser Weihnachtsatmosphäre so feierlich. Ich liebe das Weihnachtsfest und dass die feierliche Atmosphäre über den 24.12. hinaus reicht. Ich bin sehr dankbar für diese intensive Familienzeit und das Gefühl von schöner Zeitlosigkeit.
„Für diesen Anlass angemessen.“ So moderierte meine Freundin den Gottesdienst heute Abend an, nachdem der Projektchor unserer Gemeinde (Kirche) das Halleluja von Händel gesungen hatte. Und wie schön sie gesungen haben. Ihr könnt es euch schon denken: Ja, mir liefen mal wieder die Tränen, weil es so schön emotional ergreifend war. Und so habe ich den ganzen wunderschönen Gottesdienst empfunden. Dem Anlass angemessen, dem Anlass, dass wir heute miteinander den Geburtstag von Jesus feiern. Und weil ich die ganzen Tage in den schönen Vorbereitungen für meine Mädels stand und mich total darauf gefreut habe, ihnen ein schönes Weihnachtsfest zu gestalten, war ich so dankbar für den Gottesdienst heute. Denn auch wenn mir der Grund für heilig Abend gedanklich nicht verloren geht, finde ich es für mich voll wertvoll diese Stunde nur an ihn zu denken. An ihn, der den Himmel verlassen hat um bei uns Menschen zu wohnen. An ihn, der so unerwartet klein und schwach in die Welt kam und meine Kleinlichkeiten und Schwächen verstehen und aushalten kann. An ihn, der da ist, zwar unsichtbar und mit einer echt abgefahrenen Geschichte seiner Geburt, aber für mich voll glaubwürdig und dafür bin ich so dankbar, weil er mein Leben bereichert – Jesus Christus. Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag. Ich bin so froh, dass wir uns kennen und dass du mein Leben verändert hast und reich machst. Ich bin so dankbar, dass ich an dich glauben kann und dass deine Liebe zu mir, deine Gegenwart so real ist, so erfahrbar und erlebbar. Danke für all das und noch viel mehr!!!
In meinem Alltag gibt es sich immer wieder wiederholende Sätze. Ich weiß nicht, ob man das schon als Alltagsmeditation bezeichnen kann. Irgendwie klingt das gut: Alltagsmeditation. Das ist ein positiver Blickwinkel. Diese Sätze sind besonders in den frühen Morgenstunden zu hören und an meine Töchter gerichtet: „Kommst du jetzt bitte frühstücken. Zieh dich jetzt bitte fertig an. Hast du deine Zähne schon geputzt.“ Ich überlege sehr oft, was andere Mütter besser machen, weil deren Kinder die Alltagsroutinen scheinbar nicht jeden Tag neu entdecken müssen, sondern verinnerlicht haben. Heute ist der erste Ferientag. Pause von den wiederholenden Sätzen. Wunderbar! Das genieße ich voll und dafür bin ich heute sehr dankbar.
Wenn man mich nach Lebenszielen fragen würde, wäre eine Antwort: „Ich möchte gerne mit mir selber unterwegs sein.“ O.k., das klingt für manche vielleicht komisch. Aber ich bin jahrelang mit so vielen Komplexen, Minderwertigkeitsgefühlen und schlechten Gedanken über mich herum gelaufen. Das war wirklich anstrengend und ist es manchen Tagen immer noch. Und als ich mir irgendwann einmal Gedanken machte, was mir Kraft und Energie raubt, dann diese schlechten unmotivierenden Gedanken. Und so habe ich diesen Satz und dieses Ziel für mich formuliert und bin dabei zu lernen, wie ich bin und Wege zu finden gut damit umzugehen. Und an Tagen wie heute, wenn ich das Gefühl habe nicht alles, was ich will hinzubekommen und überhaupt nicht so toll strukturiert und diszipliniert zu sein wie ich es gerne wäre, dann hilft mir dieser neue Gedanke, dieses formulierte Ziel. Und ich weiß mittlerweile, dass ich bestimmte Dinge an mir nicht geändert bekomme und finde Wege damit umzugehen ohne mich immer so schlecht zu finden. In kleinen Dingen ist das z.B., dass ich nur ein paar wenig Karten zu Weihnachten verschicke. Mehr nicht. Aber seit ca. 2 Jahren verschicke ich Neujahrsgrüße. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist es so gemütlich und es macht so Spaß abends, wenn alle Vorbereitungen zu ende sind, mich hinzusetzten und Karten an viele liebe und mir wichtige Menschen zu verschicken. Das ist natürlich ein Minibeispiel, aber ich könnte viele Beispiele nennen. Wichtig für mich heute: „Ich will gerne mit mir unterwegs sein.“ Daran >arbeite< ich. Ich bin sehr dankbar, dass ich mittlerweile so denke, denn das hilft mir an Tagen wie heute!!!
Und ich bin dankbar dafür die andere Seite so zu lieben! Einen ähnliches Danke hatte ich schon einmal zu einem Geburtstag einer meiner Mädels. Und jetzt ist es wieder so weit: Vorbereitungen, Vorfreude. Heute Abend stand ich im Bad, klatschte in die Hände und rief: „Wie cool, bald ist Weihnachten!“ Meine Große schaute mich an und meinte: „Wieso du hast doch viel zu tun.“ „Das ist schönes viel-zu-tun,“ habe ich geantwortet. Und das ist es. Ich bin ein absoluter Vorfreuden Mensch. Vorfreude ist die schönste Freude. Dieser Spruch ist bei mir gerade Programm. Und ab geht’s noch ne Runde in die Weihnachtsnähwerkstatt…
Ich bin wie ich bin. Und deshalb beschäftigt mich nach wie vor das Gespräch vom Anfang der Woche auch noch am Ende der Woche. Gibt es Gott oder bilde ich (wir) uns das nur ein? Und wenn es Gott gibt, warum scheinen ihn manche nicht zu finden, obwohl sie ihn suchen? Und warum muss man ihn überhaupt suchen? Solche Fragen machen mich nicht unsicher oder erschüttern meinen Glauben. Nein, aber ich stelle sie und will darüber reden, um mit denen im Gespräch zu bleiben, die nicht glauben können, die nicht gefunden habe, obwohl sie sich auf die Suche gemacht haben? Warum ich nicht unsicher bin, warum ich nicht zweifle? Heute Morgen, wie schon die ganze Woche war ich zu müde, um vor meiner Familie aufzustehen und die Stille vor Gott mit beten, schreiben und lesen zu genießen. Meine Mädels waren heute früh wach und haben noch eine viertel Stunde Zeit zum Spielen gehabt, bevor sich meine Große auf den Weg zur Schule machte. Und so habe ich eine Tasse Kaffee auf dem Sofa getrunken mit Gott. So fühlt sich das an. Wenn ich das Gespräch eröffne, dann spür ich, das er schon da ist, dass er schon zuhört. Und diesen Frieden, der da in mir entsteht- das ist wunderbar! Dieser Frieden bewirkt die Vogelperspektive. Plötzlich ist da der Blick auf mein Leben, aus einem anderen Blickwinkel und entzerrt so manches, was sich verknotet hat. Ist das Psychologie? Nein, weil es nicht aus mir heraus kommt. Für mich ist es eine immer wieder kehrende reale Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Die Tasse Kaffee mit Gott auf dem Sofa heute Morgen war so wohltuend, weil Gottes Gegenwart in mir inneren Frieden bewirkt.